Jugendliche
Industrie-Entdecker

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„Kindertag der Industrie“ am 13. und 14. November 2014

 

„Entdecke das Geheimnis der Industrie“ war das Motto. 800 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren folgten dem Aufruf und besuchten die Informationsveranstaltungen von zwanzig österreichischen Industriebetrieben am 13. und 14. November 2014. Veranstaltungsort war das traditionsreiche Haus der Industrie im Zentrum Wiens.

Mit dem „Kindertag der Industrie“ will die Industriellenvereinigung – in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Jugend und Familie – Berufsmöglichkeiten und Karrierefelder aufzeigen, die oftmals zu wenig bekannt sind und daher ungenutzt bleiben. In Vorträgen und Ideenwerkstätten sollen den Kindern Themenbereiche wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik näher gebracht werden. Eine besonders wichtige Zielgruppe: Mädchen, die für Technikberufe gewonnen werden sollen. Der Präsident der Industriellenvereinigung, Mag. Georg Kapsch, betonte anlässlich des diesjährigen „Kindertags der Industrie“ von neuem, dass Bildung und Ausbildung „das Zukunftsthema für uns alle“ sein müsse.

 

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Gleich geht’s los mit dem Zusammenbauen

Lehrlinge als Instruktoren
In der Opel Wien-Ideenwerkstätte hieß das Programm für die jugendlichen Besucher: Zusammenbauen eines Elektromotors. Ausbilder Bernhard Vymyslicky erklärte zuerst die einzelnen Schritte, sieben Lehrlinge aus der Asperner Lehrwerkstätte halfen danach beim „Basteln“. Der Ausbilder schildert: „Die Kinder waren sehr motiviert. Ich hatte den Eindruck, dass es ihnen wirklich Spaß macht.“ Leider sei die Zeit recht knapp gewesen – die Lehrer hätten ja mit ihren Gruppen auch noch weitere Stationen des Kindertags besuchen wollen.

Philipp Schramm/Elektroanlagentechniker-Lehrling im 3. Lehrjahr war einer der sieben „Bastel-Helfer“. Er erzählt: „Das Draht-Aufwickeln fiel den meisten schwer. Aber sonst haben sich eh alle gut angestellt. Wir, die Lehrlinge, haben vor allem gelötet und zum Schluss die Batterie angesteckt.“ „So gab’s für alle ein Erfolgserlebnis“, ergänzt Vymyslicky.

Elisabeth Schuller/Managerin Communications, die den Opel Wien-Auftritt beim „Kindertag der Industrie“ in die Wege geleitet hatte und vor Ort für ergänzende Fragen zur Verfügung stand, berichtet: „Es war sehr spannend die Kinder zu beobachten. Einige waren wirklich sehr geschickt und sie hatten einen großen Spaß an dieser Aktion. Es ist wichtig, Jugendlichen zu zeigen, dass es viele verschiedene Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten gibt  Deshalb haben wir uns an diesem tollen Tag beteiligt.“

 

Text: Kristin Engelhardt, Fotos: IV/Markus Prantl

 

Bauanleitung Elektromotor
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So schaut er aus – der Elektromotor, der zusammengebaut werden musste

 

Fünf Schritte:

 

1. Stator:

Wickle eine Hälfte des Drahts über den Kern der Statorspule. Schabe von den Drahtenden die Isolierung ab, bis der Kupferdraht blank ist. Lege den Kern des Stators auf die Grundplatte, stelle die Polschuhe des Stators darauf und befestige den Stator mit Schrauben auf der Grundplatte.

 

2. Rotor:

Lege die beiden Hälften des Kerns der Rotorspule über die Drehachse und umwickle ihn mit der anderen Hälfte des Drahtes. Schabe jeweils circa einen Zentimeter der Drahtenden blank.

 

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Ausbilder Bernhard Vymyslicky erklärt, wie’s geht

 

3. Stromwender:

Biege mit der Zange an die beiden Kupferstifte am Stromwender je eine kleine Öse oder einen Haken. Ziehe die Drahtenden der Rotorspule durch die Ösen. Stecke die Stifte in die Bohrungen des Stromwenders und biege die Enden um. Schiebe die Drehachse durch den Stromwender.

 

4. Schleif-
kontakte:

Verbinde das kürzere Ende des Drahtes der Statorspule elektrisch leitend mit der Fahne der Lötöse. Befestige den Schleifkontakt und die Lötöse mit einer Schraube an der Grundplatte. Schabe die Enden des beiseite gelegten Drahstücks circa zwei Zentimeter blank und verbinde den Draht leitend mit der Fahne der anderen Lötöse. Schraube den Schleifkontakt und die Lötöse auf die Grundplatte.

 

5. Endmontage:

Stecke die Drehachse in die Stützen und schraube sie an der Grundplatte fest. Stecke das Antriebsrädchen auf die Drehachse. Stelle die Schleifkontakte so ein, dass sie den Kontakt mit den Stiften im Stromwender gut schließen. Schließe die Drahtenden an die Stromquelle an und setze den Motor mit dem Antriebsrädchen in Gang!

 

Zusätzlich not-
wendige Materialien:

Stromquelle (z.B. 4,5-V-Batterie), Messer oder Schere, Kreuzschlitz-Schraubendreher, kleine Zange, Nähmaschinenöl, eventuell feinkörniges Schleifpapier und Lötzeug.