klima:aktiv-Preis im Triple

 

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klima:aktiv – Die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für ein lebenswertes Österreich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Die nächsten Themen, die
wir angehen wollen, sind
die Umstellung der Hallenbeleuchtung auf LED-Technik und die Optimierung der Druck-
lufterzeugung in der Härterei…“

Roman Szegner, Energiemanager

Kein neues Erlebnis für Opel Wien, denn schon zweimal zuvor wurde das Motoren- und Getriebewerk mit dem Preis des Lebensministeriums gewürdigt. Das erste Mal gab es den klima:aktiv-Preis für Wien-Aspern im Jahr 2013; für das Projekt Druckluftoptimierung. Die zweite klima:aktiv-Auszeichnung folgte 2014 und galt dem KVP-Projekt „Heating Optimizer“.

 

Energiemanager Roman Szegner referierte bei der klima:aktiv-Fachtagung und Auszeichnungsveranstaltung


Energiemanager Roman Szegner referierte bei der klima:aktiv-Fachtagung und Auszeichnungsveranstaltung.

Druckluft und Fernwärme

Die Auszeichnungen des Lebensministeriums kennzeichnen die Spitzen des Eisbergs, der für die Gesamtheit an Bemühungen zum Energie-Einsparen bei Opel Wien steht. Der Kampf um sparsamen Druckluftverbrauch zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Maßnahmen: Ende 2011 wurden neue Sensoren zum Messen des Druckluft-Verbrauchs installiert und zusätzliche Messpunkte eingefügt, Februar 2013 wurden in der Energiezentrale zwei neue leistungsfähigere Druckluftkompressoren installiert, und im März 2015 ging die jüngste Neuerwerbung – ein Druckluftkompressor mit 800 kW/1.100 PS – in Betrieb.

Verbesserungen des Fernwärme-Verbrauchs waren das zweite wesentliche Schwerpunkt-Thema: Abgesehen von den Einsparungen, die sich durch den Wegfall von Waschmaschinen und durch die Nutzungsänderung der Halle W70 ergaben, wurde im Sommer 2013 die Fernwärme-Umformerstation in Kooperation mit Wien Energie erneuert und Anfang 2014 ein Wärmerückgewinnungs-System in Betrieb genommen.


Auch Kleinvieh macht Mist

Ohne Messen – kein effizientes Energiesparen. Dieses Motto stand hinter einem weiteren Meilenstein: Das Werk Aspern war im Sommer 2012 das erste europäische Opel-Werk, das die Zertifizierung nach ISO 50001 erwarb.

Seit Herbst 2013 zeigen die laufend erhobenen Mess- und Verbrauchsdaten der zuvor erneuerten Fernwärme-Umformerstation neue Verbesserungsmöglichkeiten auf. Außerdem werden regelmäßig Aufnahmen mit einer Thermokamera gemacht. Ein noch genaueres Anpassen der Heizperiode an die Außentemperaturen wird dadurch möglich.

Ergänzende Einsparungsmöglichkeiten wurden in detailreicher Arbeit in zwei KVP-Projekten namens „Heating Optimizer“ (Oktober 2013 bis Juli 2015) aufgespürt. Sie reichten von Optimierungen bei den Raumluftanlagen, Einsparungen bei den Heizkosten, verbesserter Torluftschleier-Steuerung bis zum Austausch von Heizungspumpen.


Es geht noch weiter

Die Vielzahl an Maßnahmen erklärt die beeindruckenden Energieeinsparungen: Seit 2012 konnte das Energiebudget von Opel Wien um vier Millionen Euro gesenkt werden. Seit 2012 wurde im Bereich Druckluft eine Effizienzsteigerung von 20 Prozent und im Bereich Heizung eine Einsparung von über 30 Prozent erreicht. Allein die eingesparte Fernwärme würde ausreichen, um mehr als 1.500 Wohnungen zu beheizen und ganzjährig mit Warmwasser zu versorgen. Der Energiekosten-Anteil je Aggregat ist im Vergleich zu 2010 um 25 Prozent niedriger.

 

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Roman Szegner in der 6 kV-Schaltanlage vor der Abgangszelle, die für den neuen Druckluftkompressor umgebaut werden musste.

Energiemanager Roman Szegner wälzt zu Jahresbeginn 2016 schon wieder neue Pläne: „Die nächsten Themen, die wir angehen wollen, sind die Umstellung der Hallenbeleuchtung auf LED-Technik und die Optimierung der Drucklufterzeugung in der Härterei…“

Stand Jänner 2016

Text: Kristin Engelhardt, Fotos: Jana Madzigon