READY TO TAKE OFF

Das Motto des Tages: „Ergebnisse zählen. Gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft“.

Eine starke Kulisse für ein starkes Team: Die geballte Opel-Verkaufspower Europas, die 100 erfolgreichsten Händler, sind am vergangenen Montag (18. Januar) im Lufthansa Flight Training Center am Frankfurter Flughafen zusammengekommen. In der beeindruckenden Halle, in der tagsüber die Cockpit- und Kabinenbesatzungen von Lufthansa trainieren, haben Opel-Chef Karl-Thomas Neumann und Vertriebschef Peter Christian Küspert die Vertriebspartner auf das so wichtige Jahr 2016 eingestimmt.

Die Opel Post hat sich unter die Delegation gemischt, um von den Händlern aus Palermo, Budapest oder Madrid zu erfahren, was sie zu den Besten unter den europäischen Opel-Vertragspartnern macht. Peter List, Vorsitzender des europäischen Opel-Händlerverbandes Euroda, und Ulrich Brass, Vorstandmitglied im Verband der deutschen Opel-Händler, sprechen über die Stimmungslage unter den Händlern und über das Ziel, 2016 noch mehr Autos zu verkaufen.


 

– Iolanda Riolo –

„Riolo Automobili“, Italien
Eine Niederlassung, 45 Mitarbeiter,
seit vier Jahren Opel-Händlerin

Als Autohändler braucht man in ihrer Heimat vor allem eine Eigenschaft, findet Iolanda Riolo: „In Italien und gerade hier in Palermo auf Sizilien wollen die Menschen vertrauenswürdige Händler.“ Natürlich, das Produkt selbst müsse stark sein, der Preis fair. „Aber das ist bei Opel ohnehin der Fall, die Marke hat in Italien ein ausgezeichnetes Image.“ Da sich die Wirtschaft im Land jedoch in einer schwierigen Phase befinde, sei der Markt hart umkämpft. „Nur wer seriöse Arbeit abliefert, kann punkten.“ Riolo gelingt das bestens. Sie ist in Palermo das Gesicht ihres Autohauses. „Ich habe immer ein offenes Ohr für Fragen und Belange der Kunden.“ Nach vier Jahren im Markt eröffnet „Riolo Automobili“ demnächst eine weitere Niederlassung in Palermo.


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– Peter Christian Küspert –

Geschäftsführer Verkauf und Aftersales
der Opel Group GmbH
–––

 „2016 ist für Opel/Vauxhall ein entscheidendes Jahr. Der heutige Tag ist eine Art Trainingslager mit Topspielern, die sich auf diese wichtige Saison vorbereiten. Ein starkes Wir-Gefühl und der Ehrgeiz aller ist förmlich im Raum zu greifen.“


Eine Location der besonderen Art: Das Lufthansa Flight Training Center (LFTC) Frankfurt ist eines der größten und modernsten Ausbildungszentren der internationalen Luftfahrt. Direkt am Frankfurter Flughafen trainieren hier tagsüber die Cockpit- und Kabinenbesatzungen von Lufthansa und 200 weiteren Airlines aus aller Welt.

 


Drei Fragen an…
– Peter List –
Vorsitzender des europäischen Opel-Händlerverbands Euroda


Herr List, Sie vertreten 4.000 europäische Opel/Vauxhall-Händler. Wie ist die Stimmungslage?
Wir Händler sind sehr froh über die positive Entwicklung bei Opel/Vauxhall. Ein entscheidender Faktor für den Aufwärtstrend ist meiner Meinung nach das neue Opel-Führungsteam. Ein Management, das offensichtlich auch großes Vertrauen der GM-Mutter genießt.

Was stimmt Sie optimistisch?
Opel wird wieder als erfolgreiche Marke wahrgenommen – dank toller Produkte

mit emotionalem Design und innovativer Technik. Der Astra ist dafür das beste Beispiel. Weniger Gewicht, moderne Antriebe und jede Menge clevere Technik wie das intelligente Matrix-Lichtsystem. Damit haben viele potenzielle Flottenkunden den Astra auf der Liste. Besonders in der Version des Sports Tourer.

Was nehmen Sie vom heutigen Tag mit?
Es ist ein tolles Geschenk an die Händler, detaillierte Einblicke in die Strategie des Unternehmens zu bekommen und die neuen Produkte so hautnah erleben zu dürfen. Den Weg des Opel-Comebacks gehen wir gemeinsam. Wir Händler stehen bereit. Ich jedenfalls werde meiner Mannschaft zu Hause mit auf den Weg geben: „Gebt dieses Jahr noch mal richtig Gas! Es warten noch jede Menge tolle Autos auf uns.“

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Peter List – seit 35 Jahren im Automobilgeschäft – ist seit 2007 der Chef der österreichischen Autohaus-Gruppe Eisner mit Hauptsitz in Wien. Im Sommer 2015 übernahm er den Vorsitz des europäischen Opel-Händlerverbands Euroda.

 


 

– Marcin Kanclerz –

„Salony Kanclerz“, Polen
Zwei Niederlassungen, 104 Mitarbeiter,
seit 19 Jahren Opel-Händler

In Polen gibt es mehr als 60 Opel-Händler. Der erfolgreichste ist Marcin Kanclerz aus dem schlesischen Ruda Śląska, nur wenige Kilometer vom Opel-Werk Gliwice entfernt. Kanclerz hat im vergangenen Jahr über 1.000 Fahrzeuge verkauft. Zudem haben seine zwei Niederlassungen bei „Mystery Shopper“, einer GM-Testaktion zur Kundenzufriedenheit, am besten abgeschnitten. Über seine Strategie sagt Kanclerz: „Ein Auto zu kaufen, ist für die Menschen ein sehr schönes Erlebnis. Die wahren Herausforderungen beginnen danach.“

Denn sich etwa um Wartungen zu kümmern, mögen Kunden in der Regel „so sehr wie einen Besuch beim Zahnarzt“. Er will zeigen, dass der After-Sales-Service eine nicht nur schmerzfreie, sondern auch angenehme Sache sein kann: „Wir wollen die Loyalität der Kunden gewinnen, gehen aktiv auf sie zu, erinnern sie an Termine, bieten außer Zuverlässigkeit und Freundlichkeit kleine Aufmerksamkeiten wie Kaffee und Kuchen.“


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Opel-Chef Karl-Thomas Neumann (links) vergleicht den Weg zum Opel-Comeback mit einem Marathon: „Wir sind gut gestartet, aber zehn Kilometer kann jeder laufen. Das Mittelstück wurde härter, aber wir sind konzentriert weitergelaufen. 2016 kommen wir in den Bereich, in dem es schwierig wird – aber wir werden die Ziellinie erreichen.“ Dass man mit starkem Willen Großes erreichen kann, unterstreicht der Vortrag des Musikers und Extremsportlers Joey Kelly (rechts). „Bei meinem ersten Triathlon bin ich auf den ersten Metern fast ertrunken. Heute halte ich mit acht Ironman-Teilnahmen in einem Jahr einen Weltrekord.“

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Unter den Stützen des A380-Simulators: Der neue Astra Sports Tourer.

 

 


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– Elisa Gil –

Agrogil“, Spanien
Sieben Niederlassungen, 200 Mitarbeiter,
seit 30 Jahren Opel-Händlerin

Der Astra und der Corsa sind die beliebtesten Modelle in den Verkaufshäusern von Elisa Gil. Die Niederlassungen, sie liegen in und um Madrid, gehören zu den absatzstärksten in Spanien. „Opel“, sagt Elisa Gil, „das bedeutet hierzulande vor allem Tradition und beste deutsche Ingenieurskunst. Die Kunden schätzen die Qualität der Produkte.“ Bei „Agrogil“ sind das zunehmend auch Unternehmen: Während der Anteil von Flottenfahrzeugen landesweit 15 Prozent des Geschäfts von Opel-Händlern ausmacht, sind es bei Elisa Gil 40 Prozent.

Drei Faktoren beeinflussen nach ihren Angaben den Verkauf eines Autos in Spanien: „Design, Preis und Image – und das in dieser Reihenfolge.“ Dabei sieht Gil Opel auf einem ausgezeichneten Weg. „Seit dem Jahr 2008, als der Insignia erschien, präsentieren wir Autos, auf die wir und, was nicht minder wichtig ist, die Käufer unglaublich stolz sind.“


 

– Joey Kelly –

Extremsportler, Musiker und Manager
–––

„Es gibt keine Grenzen. Zu Beginn war es keine Seltenheit, dass wir vor einem Zuschauer gespielt haben. Später haben wir mit der Kelly Family ganze Stadien mit 50.000 Zuschauern gefüllt.“

Herausforderungen kennt auch Gastreferent Joey Kelly. Der Musiker und Extremsportler treibt es in sportlicher Hinsicht auf die Spitze. Egal ob er zu Fuß Deutschland durchquert, durch die Eiswüste des Südpols stapft oder acht Ironman-Veranstaltungen in einem Jahr absolviert. Sein Motto: „Es gibt keine Grenzen.“

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Ulrich Brass ist geschäftsführender Gesellschafter einer der größten privaten Autohandelsgruppen in Deutschland mit der Kernmarke Opel. Der Hauptsitz ist in Aschaffenburg. Im vergangenen Jahr feierte die Brass-Gruppe ihren 80. Geburtstag.

 

Drei Fragen an…
– Ulrich Brass –
Geschäftsführer der Brass-Gruppe und Vorstandsmitglied im Verband der
deutschen Opel-Händler


Wie optimistisch gehen Sie ins Jahr 2016?
Die Stimmung unter den Händlern ist im Hinblick auf die neuen Produkte, die Opel auf den Markt bringt, erwartungsvoll. Allerdings sind die gesetzten Ziele für 2016 eine riesige Herausforderung für alle. Zumal wir uns in einem stagnierenden Marktumfeld bewegen.

Nach drei Jahren Zuwachs in Folge: Wie schwierig wird es, den Marktanteil wiederum zu steigern?

Ich kann nur sagen: Wir werden alles daran geben, 2016 noch mehr Autos zu verkaufen. Die Autos sind so gut wie lange nicht. Der Astra spielt in diesem für uns alle so wichtigen Jahr eine herausragende Rolle. Das Kompaktsegment ist hart umkämpft. Doch mit dem neuen Astra haben wir viele Argumente auf unserer Seite. Nun gilt es, den Kunden davon zu überzeugen.

Wie wichtig sind solche Events wie der heutige TOP100-Kongress?
Sehr wichtig. Ein großes Kompliment an Opel für die Idee und die Umsetzung. Die Veranstaltung unterstreicht, dass wir – Hersteller und Händler –  gemeinsam den Weg des Opel-Comebacks beschreiten müssen. Wir haben heute hier ein Opel-Management erlebt, das für die Sache brennt.

 


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Ab in den Simulator: Junge Pilotenanwärter stehen den Händlern zur Seite, um die Piper PA-42 Cheyenne auf Flughöhe zu bringen.

 


 

– Roman Still –

Geschäftsführer der AVAG Holding SE, einer der größten Automobilhandelsgruppen Europas mit 53 operativen Händlerbetrieben an 140 Betriebsstätten. Die AVAG ist in  Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen und Ungarn aktiv.

„2016 wird für uns alle ein besonderes Jahr. Wir als Händler-Gruppe stehen bereit, die Marke Opel weiter mit nach vorne zu tragen. Es ist deutlich zu spüren, dass ein Imagewandel stattgefunden hat. Jetzt heißt es, diese positive Grundstimmung in Autoverkäufe umzumünzen. Es macht Freude zu sehen, wie die Modellpalette in die Breite wächst. Die Kunden lieben den Mokka und den ADAM. Der Corsa läuft gut, denn hier stimmt vor allem das Preis-Leistungsverhältnis. Und jetzt kommt der Astra. Er wird in den kommenden Monaten den Ton angeben. Wir setzen stark auf das Flottengeschäft. Der TOP100-Kongress kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, um uns alle auf dieses entscheidende Jahr einzustimmen.“

 

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– Tibor Török –

„Opel Wallis“, Ungarn
Eine Niederlassung, 60 Mitarbeiter,
seit 25 Jahren Opel-Händler

Was tun, um in einem überschaubaren Markt der Beste zu sein? Kopiere niemanden, sondern werde der, an dem die Mitbewerber sich orientieren. So lautet seit einem Vierteljahrhundert die Devise von Opel-Händler Tibor Török. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hat Török in der Marke großes Potenzial gesehen, weil sie in Ungarn seit jeher populär ist und weil Opel sich langfristig im Land niederließ – durch den Bau des Motorenwerks in Szentgotthárd.

Török vergleicht seine Unternehmensphilosophie mit derjenigen einer erfolgreichen Fußballmannschaft. „Du brauchst eine Strategie, die von enorm talentierten und fitten Spielern umgesetzt wird.“ Dabei setzt der Budapester verstärkt auf Online-Marketing, Qualität im Service und ein Backoffice, also etwa Buchführung oder IT-Service, das den Kollegen in den Showrooms den Rücken freihält. „Kunden spüren sofort, wenn man sich nicht um bloße Verkaufszahlen, sondern in erster Linie um deren Zufriedenheit bemüht.“


Feiner Soul für die Seele: Die Band „Luka Soul“ mit Sängerin Kati Camara spielt zum Dinner auf.

 

Texte: Andreas Wollny, Tina Henze; Fotos: David Strassburger