Exklusive Geschenke

Die Weihnachtszeit ist vorüber, das Jahr 2020 schon einige Tage alt. Höchste Zeit also für die Auflösung des letzten Teils des Opel Post-Adventsquiz. Wie in den ersten drei Teilen waren erneut Kenner gefragt, die die Dinge auch mal von der anderen Seite betrachten. In Teil 4 von unten zu sehen war: der Opel Calibra V6 4×4 (siehe Auflösung).

Zu gewinnen gab es jede Woche eine exklusive Einladung in die Opel Classic Werkstatt. Dort wird derzeit ein neuer Bereich geschaffen, der sich ausschließlich der Renngeschichte der Marke widmet. Sobald er seine Pforten öffnet, gehören die Gewinner des Adventsquiz zu den Ersten, die ihn erkunden dürfen. Die Gewinner werden in den kommenden Tagen benachrichtigt.

 

 

 


Auflösung


Teil 4:
Calibra V6 4×4

Eines der großartigsten Kino-Erlebnisse 2019 bescherte der US-Streifen „Le Mans 1966“, der wiederaufleben lässt, wie ein amerikanischer Hersteller einst beim legendären 24-Stunden-Rennen die Vorherrschaft eines als unbesiegbar geltenden italienischen Autobauers brach. Gleich drei seiner Wagen fuhren am Ende als erste durchs Ziel. In einem, zugegeben, weniger prestigeträchtigen Rennen feierte Opel mal einen ähnlichen Erfolg. Am 9. Juni 1996, beim vierten Lauf der International Touring Car Championship (ITC) in Helsinki, rollten nach 32 Runden drei Opel Calibra hintereinander als erste durchs Ziel.

 

Am Steuer des Zweitplatzierten saß ein junger Mainzer namens Manuel Reuter, der bereits die Läufe am Hockenheimring und am Nürburgring gewonnen hatte. Am Ende der Saison sollte Reuter sich den Sieg in der Fahrerwertung sichern. Ein Duschgel-Hersteller hatte seinem Opel Calibra V6 4×4 ein besonders stylisches Outfit verpasst. Die Erinnerung an den „Cliff Calibra“ lässt noch heute die Augen jedes Rallyesport-Nostalgikers leuchten.


Teil 3:
Ascona 400

Sie ist ist eine der ältesten Rallyes der Welt – und die vielleicht anspruchsvollste. Auf den insgesamt 726 Kilometern über die engen Passstraßen Monte Carlos kann den Fahrern so ziemlich alles begegnen: Regen, Nebel, Schnee, Eis. Zum 50. Jubiläum der „Mutter aller Rallyes“ im Jahr 1982 blieben die Fahrbahnen jedoch trocken. Das war gut für Walter Röhrl und Christian Geistdörfer. Denn ihre härtesten Wettbewerber setzten bereits auf wetterfesten Allradantrieb, der 275 PS starke 2,4 Liter-Vierventiler ihres Ascona B 400 dagegen trieb lediglich die hintere Achse an. Auf trockenem Asphalt aber gelang es dem Opel-Team, insbesondere die starken Audis in den insgesamt 34 Spezialprüfungen auf Distanz zu halten.

Röhrl gewann die Rallye Monte Carlo damit zum zweiten Mal und sicherte sich am Ende der Saison seinen zweiten Rallye-Weltmeistertitel nach 1980. Sein Ascona B 400 war das letzte zweirädrig betriebene Auto, dem dieses Kunststück gelingt.


Teil 2:
Kadett GT/E

Mit dem Rallye Kadett der B-Generation hatte Opel ein Tor geöffnet, durch das tausende von Motorsportfreunden der Marke folgten. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an das C-Modell, das jedoch im Profisport mit immer stärker werdender Konkurrenz zu kämpfen hatte. Rallye-Freunde schätzen vor allem den Kadett GT/E. Dabei machte er in den harten internationalen Wettbewerben zu seinen aktiven Zeiten gar nicht mal eine so gute Figur – obwohl er über ein nach damaligen Maßstäben absoluten „Hightech“-Aggregat mit 245 PS verfügte. Nur ein absoluter Spitzenfahrer vermochte dem Sportcoupé  Topleistungen abzuverlangen: Walter Röhrl. Die Herausforderung lautete Monte Carlo.

Der Opel-Zweiliter folgte bei seinem ersten WM-Einsatz mühselig den Pedalbefehlen des bayerischen Lenkers. Röhrl verlangte 1976 dem Kadett GT/E alles ab. Auch er gab alles und erreichte das Ziel strafpunktfrei auf Platz 4 hinter drei übermächtigen Lancia Stratos, drei Spezialmodellen mit Ferrari-Power.

Teil 1: 12,3 Liter Rennwagen

Die Sternstunde des „Grünen Monsters“: Reicht eine Strecke von rund 200 Metern, um ein Auto für alle Zeiten unvergessen zu machen? O ja – in den 1920er-Jahren gab es automobile Geschwindigkeits-Wettbewerbe über eine Achtelmeile (201,17 Meter).

Zu den populärsten dieser Art zählte das Strandrennen auf der dänischen Insel Fanø, 50 Kilometer nördlich von Sylt. Respekt verschaffte sich da der Opel 12,3 Liter Rennwagen von 1914, den wegen seiner für einen Sportwagen gewaltigen Abmessungen alle nur das „Grüne Monster“ nannten. Die „12,3 Liter“ beziehen sich tatsächlich auf den Hubraum des Motors.

 

1924 startete der Opel in Fanø mit der Rennfahrerlegende Carl Jörns am Steuer. Der mobilisiert die 260 PS des Monsters in Sekundenschnelle, dreht die Tachonadel auf bis dato unvorstellbare 228 km/h – und überbietet seinen eigenen Geschwindigkeits-Weltrekord von 194 km/h, den er zwei Jahre zuvor an gleicher Stelle mit dem gleichen Wagen aufgestellt hatte. Später gab der als „tollkühn“ bekannte Carl Jörns zu, das Gaspedal nicht einmal voll durchgetreten zu haben: „Ich hab mich einfach nicht getraut.“


Januar 2020