Musikalisch. Sympathisch. Gut.

„Deine Stimme ist so Standard, du gehst hier raus und ich habe dich vergessen“, sagt Dieter Bohlen nach der Gesangseinlage von Sven Lüchtenborg bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Zuvor hatte sich der Kollege in der Mutter aller Casting-Shows den Popsong „I Like Me Better“ vorgeknöpft; einen Hit, der im Radio zurzeit rauf und runter läuft. Eher schlecht läuft es anscheinend für den 21-Jährigen, als er nun vor der prominent besetzten Jury auf das Feedback wartet.

 

Vierköpfige Jury entscheidet

„Es war ein komisches Gefühl dort zu stehen. Vor Menschen, die ich nur aus dem Fernsehen kannte“, erinnert sich der Astheimer drei Monate nach seinem Besuch im Palais Frankfurt. In der diesjährigen DSDS-Staffel entscheiden die Sängerinnen Carolin Niemczyk und Ella Endlich, Produzent Mousse T. und eben Dieter Bohlen über das Schicksal der Kandidaten. „Ich war nervös wie in einer Prüfungssituation“, gesteht Lüchtenborg. Solche Situationen kennt er eigentlich gut – bislang allerdings nur aus seinem Berufs- und Studentenleben. Seit September 2014 absolviert Lüchtenborg ein Duales Studium bei Opel. Nach einer zweijährigen Ausbildung zum Industriekaufmann ist er nun auf der Zielgeraden seines BWL-Studiums, das er im kommenden Sommer mit dem Bachelor-Titel abschließen möchte.

Vielseitig Der singende Kollege absolviert seit 2014 ein Duales Studium bei Opel.


Am Arbeitsplatz Sven Lüchtenborg ist derzeit im F-Bau im After Sales-Team tätig.

 

Die Sendetermine der aktuellen
DSDS-Staffel (immer samstags 20.15 Uhr):

Jurycasting: 3. Januar – 10. März 2018
Recall: 17. März – 7. April 2018
Mottoshows: 14. April – 28. April 2018
Finale: 5. Mai 2018

Am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim hat der angehende Betriebswirt bereits diverse Bereiche kennengelernt, seit zwei Jahren ist er im After Sales-Team. „Hier optimiere ich die Prozesse an der Schnittstelle zwischen IT und dem Kundendienst, dem European Customer Contact Center“, erklärt der Kollege. „Händler und Kunden sollen sich schließlich immer bei uns melden können, wenn sie eine Frage zu ihrem Auto haben.“

Neben Job, Studium und Ausbildung bleibt wenig Zeit für Freizeit. Und wenn er nicht gerade mit seinem Astra G Cabrio zum Fußball- oder Fitnesstraining fährt, widmet sich Lüchtenborg der Musik, feilt an seiner Stimme, nimmt neue Songs für seinen YouTube-Kanal auf. „Das Singen ist zu einer Leidenschaft geworden und es macht mich einfach glücklich, wenn auch andere Menschen meinen Gesang gut finden.“

 

Talent in der Bar entdeckt

Das Gesangstalent schlummerte 17 Jahre in ihm. In einer Bar wurde es geweckt. „Es war kurz vor dem Abi. Ich habe einige Songs mitgesungen, bis mich ein Freund fragte, ob ich nicht mal zur Probe der Abi-Band kommen möchte“, sagt Lüchtenborg. „Dann nahm alles seinen Lauf.“ Nach einem Auftritt bei der Abiturfeier startete er eigene Produktionen, coverte Songs aus den Charts und griff auch mal bei Hochzeiten zum Mikro. Im vergangenen Jahr folgte die Teilnahme an der Show „Unser Song 2017“, bei der Zuschauer den deutschen Vertreter für den Eurovision Song Contest wählten. „Dort schaffte ich es unter die besten 30, aber nicht ins Fernsehen.“


 

↑  Video Auf seinem YouTube-Kanal covert der Kollege auch Songs von internationalen Stars.


„Sven ist ein super leichter Typ, er kommt freundlich rüber und anscheinend bei den Mädchen auch gut an.“

Ella Endlich –
Schlagersängerin und DSDS-Jurymitglied

Das gelang Lüchtenborg, der privat gerne Songs von Jason Derulo, Bruno Mars oder Chris Brown hört, dafür nun in der 15. Staffel des erfolgreichen DSDS-Castings. „Ich möchte dort neue Erfahrungen sammeln. Denn wer es in den Deutschland-Recall schafft, bekommt professionelles Gesangstraining“, erklärt der Musiker. In den besagten Recall kommen allerdings nur rund 120 Talente. Sollte Lüchtenborg bereits an dieser Hürde scheitern?

 

Sympathien auf seiner Seite

Nach den harten Worten von Produzent Dieter Bohlen nickt und lächelt Lüchtenborg, unterdrückt seinen Frust. „Ich konnte das Urteil komplett nachvollziehen“, sagt er. „Ich hatte einfach nicht gut gesungen und war selbst enttäuscht, weil ich es besser kann.“ Doch das kann der 21-Jährige demnächst beweisen, denn nach dem ersten Bohlen-Feedback bekam der Blondschopf letztlich doch noch grünes Licht von den Mitgliedern der DSDS-Jury. „Den Sympathie-Faktor hast du“, schloss Bohlen, während Lüchtenborg den begehrten „Recall-Zettel“ als Ticket für die nächste Runde erhielt. Am 17. März heißt es Daumen drücken: Dann kann man auf dem Bildschirm verfolgen, ob der Kollege bei seinen weiteren Auftritten in der Casting-Show noch einen draufsetzen kann.


Warten auf den Recall Am 17. März steht Lüchtenborg zum zweiten Mal auf der Bühne von „Deutschland sucht den Superstar“.


 

Stand Februar 2018

Text: Maximilian Köhling, Fotos: Alex Heimann