Know-how zum Angreifen

 

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Mit anschaulichen Informationen (Holger Schellenberg (l.) und Ignacio Dalda Rivas.

„So viel Automatisierung, so viele Fehlervermeidungssysteme und so viele Roboter!“ zeigte sich Ignacio Dalda Rivas beeindruckt. Er ist „unser Mann für Qualität“ in Saragossa, also als Qualitätsingenieur zuständig für alle Motoren und Getriebe, die im spanischen Opel-Werk in Corsa & Co. eingebaut werden. Er überwacht den ordnungsgemäßen Einbau der Aggregate und nimmt mit Wien-Aspern Kontakt auf – sollte es irgendwelche Probleme geben, zum Beispiel Transportschäden oder Auffälligkeiten, die im Zuge der Fahrzeugmontage oder während der Prüfung beim Dynamic Vehicle Test auftreten.

Für seine Arbeit – hob der spanische Kollege hervor – sei die Nachverfolgbarkeit aller Abläufe besonders wichtig. Es war sein allererster Besuch bei Opel Wien.


Training für Qualitätsingenieure aus den Kundenwerken (v.l.n.r.): Mario Fischer, Ignacio Dalda Rivas, Holger Schellenberg, Stefanie Wallner, Norbert Arocker

Training für Qualitätsingenieure aus den Kundenwerken (v.l.n.r.): Mario Fischer, Ignacio Dalda Rivas, Holger Schellenberg, Stefanie Wallner, Norbert Arocker.


„Das Wertvollste ist, dass wir dadurch am neuesten Stand sind, was die Produkte von Aspern anlangt.“

– Mario Fischer –

 


Produktionsabläufe aus nächster Nähe

Produktionsabläufe aus nächster Nähe.

Besuch aus Saragossa und Eisenach
Auch Mario Fischer – er und Holger Schellenberg aus Eisenach waren bereits mehrfach in Wien-Aspern –  war begeistert: „Das Wertvollste ist, dass wir dadurch am neuesten Stand sind, was die Produkte von Aspern anlangt. In diesem Training bekommen wir mit sehr guten Handouts und super-visualisiert Informationen zu den allerneuesten Produkten: zu ihren Funktionsweisen und wie sie in der Linie gefertigt werden. Als wir das letzte Mal hier waren, war die MTA-Linie erst im Aufbau. Diese neue Linie zu sehen war jetzt natürlich eine hochinteressante Information.“

Auch aus Wien-Aspern nahmen Qualitätsingenieure am Training teil: Stefanie Wallner und – stundenweise – Christian Dallinger sowie Matthias Raab. Die Opel-Newcomerin – sie arbeitet seit November 2015 als Problemlösungsspezialistin im Quality Management – zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Prüfeinrichtungen des Werks, „mit denen kleinste Soll-Abweichungen am Getriebe oder Motor erkannt werden“. Und versicherte, dass sie das Unterrichtsmaterial auch künftig zum Nachschlagen nützen werde.

Vor allem die Schnittmodelle der Motoren und Getriebe hatten es der Qualitätsingenieurin angetan. „So wird klar verständlich, woraus ein Motor oder ein Getriebe zusammengesetzt ist.“


Damit Problemlösung funktioniert
Norbert Arocker/Produkt-Qualitätsingenieur für Getriebe und Thomas Gabmayer/Produkt-Qualitätsingenieur für Motoren waren als Trainer im Einsatz. Außerdem informierten – je nachdem welcher Programmpunkt gerade dran war – Qualitätsingenieure aus den Linien und die zuständigen Fertigungsingenieure.

Simone Sauter/Leiterin Quality Operations unterstreicht die Bedeutung dieser Trainings: „Über die Produkt- und Fertigungsinformation hinaus geht es uns insbesondere darum unseren Problemlösungsprozess transparent zu machen. Damit Probleme – sollte einmal ein Mangel auftreten – schnell und effizient abgearbeitet werden können.“ Und fügt hinzu: „Wir freuen uns immer unsere Kollegen persönlich zu sehen und nicht nur am Telefon oder per Mail mit ihnen zu kommunizieren. Die persönliche Bekanntschaft erleichtert die Zusammenarbeit beträchtlich – immerhin sind unsere Werke mehr als 700 oder gar 2.000 Kilometer voneinander entfernt.“

Roboter

Roboter

Stand März 2016

 

 

 

Text: Kristin Engelhardt, Fotos: Helga Mayer