Die Regisseure des Lichts
Das Intelli-Lux HD Licht im neuen Opel Grandland setzt Maßstäbe – und begeistert selbst Experten: Philipp Roeckl, Leiter Advanced Lighting bei Stellantis, erklärt, was das ausgezeichnete System so einzigartig macht – und warum Licht-Technologie die Zukunft des Automobils entscheidend mitgestaltet.
Große Bühne, voll besetzte Stuhlreihen: Beim 34. Driving Vision News (DVN) Workshop in der Münchner Motorworld diskutieren die führenden Licht-Spezialisten aus aller Welt Innovationen und Trends – und sie zeichnen die besten Technologien aus. Philipp Roeckl, globaler Leiter Advanced Lighting bei Stellantis, steht bei der diesjährigen Preisverleihung im Februar besonders im Rampenlicht: Er nimmt für Opel den DVN Award 2025 in der Kategorie „Beste Frontscheinwerfer“ entgegen.
„Wir wussten, dass das Intelli-Lux HD Licht im neuen Grandland Maßstäbe setzt“, sagt Roeckl. „Doch gegen diese starke Konkurrenz – darunter viele Luxushersteller – zu gewinnen, macht die Auszeichnung zu etwas ganz Besonderem.“ Dabei ist das Online-Votum eindeutig: Jede vierte Stimme geht an Opel. Das Fachpublikum feiert die Innovation.
Der Begriff „Frontscheinwerfer“ wird dem Intelli-Lux HD Licht kaum noch gerecht. 51.200 Pixel-Elemente, 25.600 pro Seite, erzeugen eine durchgehende Lichtprojektion. „Das System funktioniert quasi wie ein Video-Beamer“, sagt Roeckl. Das kleine Lichtkino, integriert in die Front des Grandland, leuchtet Straße und Umgebung präzise aus. Die Nacht wird zum Tag. Entwickelt hat das digitale Hightech-Bauteil ein 18-köpfiges Team in Rüsselsheim.
„Gegen starke Konkurrenz – darunter viele Luxushersteller – zu gewinnen, macht die Auszeichnung zu etwas ganz Besonderem.“



Über 50.000 Pixel-Elemente machen die Nacht zum Tag: Das Intelli-Lux HD Licht erkennt unter anderem entgegen kommende Fahrzeuge und Verkehrsschilder. Für das innovative System hat Philipp Roeckl den DVN Award 2025 entgegen genommen.
Die Regisseure des Lichts haben das System weiter perfektioniert: Es leuchtet heller und gleichmäßiger – ohne zu blenden. „Eine Kamera erkennt andere Fahrzeuge, das System reagiert blitzschnell“, sagt Roeckl. Der Lichttunnel, also der vom Strahl ausgesparte Bereich, ist schmaler als je zuvor – während der Rest optimal ausgeleuchtet bleibt. In Kurven folgt das Licht intuitiv dem Blick des Fahrers. Je nach Lenkwinkel aktiviert sich ein seitliches Lichtmodul. Bei Regen reduziert das Intelli-Lux HD-Licht den Blendeffekt nasser Straßen. Es erkennt Verkehrszeichen und dimmt die LEDs, um Reflexionen zu vermeiden. Im „Tourist-Mode“ passt es sich dem Linksverkehr an.
Eine solch ausgezeichnete Innovation entsteht nicht von ungefähr: Fortschrittliche Licht-Technologien haben bei Opel Tradition. „In dieser Neuentwicklung“, sagt Roeckl, „stecken jahrzehntelange Erfahrung.“ Sein Team? Allesamt Experten ihres Fachs. „Die Technologie ist in hohem Maße digital, unsere Software-Kompetenz ist groß.“ Einige der Kollegen sind nachtaktiv: Nach Einbruch der Dunkelheit fahren sie Tausende Testkilometer, um das System zu validieren.

„Das Licht am Auto steht im Fokus wie selten zuvor – nicht zuletzt als dominierendes Designelement.“


Das internationale Fachpublikum hat entschieden: Der DVN Award in der Kategorie „Beste Frontscheinwerfer“ geht an das Lichtsystem im neuen Grandland.
Ohnehin befinde sich die Licht-Technologie derzeit in einer spannenden Innovationsphase: „Das Licht am Auto steht im Fokus wie selten zuvor“, so der Entwicklungsingenieur. „Früher versteckt hinter geriffeltem Glas, ist es heute ein Designelement.“ Bestes Beispiel: der 3D-Vizor am Grandland. Hier verschmelzen Intelli-Lux HD Licht und beleuchteter Opel-Blitz erstmals zu einer Einheit – verbunden durch ein Lichtband mit „Edge Light“-Technologie. „Das Timing war perfekt“, sagt Roeckl. „Kaum erlaubte das Gesetz eine solche Licht-Front, war unser System serienreif.“
Die Ära des Lichts hat gerade erst begonnen, da ist sich Roeckl sicher. Lichtsysteme werden das Autodesign weiter prägen – und selbst immer intelligenter werden. „Künstliche Intelligenz wird schon bald eine volladaptive Lichtverteilung ermöglichen – noch situativer, noch partieller.“ Im OpenLab von Stellantis treibt sein Team zusammen mit der TU Darmstadt die Entwicklung voran: „Wir betrachten das Thema Licht ganzheitlich, es hat in vielen Bereichen des Automobils eine große Relevanz.“ Die Forschungsschwerpunkte: Kommunikations- und Fahrerassistenzsysteme, adaptive Scheinwerfer, Rückleuchten, Innenraumbeleuchtung und neue Lichtquellen.
Einen Vorgeschmack auf die Zukunft bieten bereits die neuen Licht-Animationen des Grandland. Bei Begrüßung und Verabschiedung projizieren sie grafische Sequenzen vor das Fahrzeug. Die Regisseure des Lichts – sie haben noch Großes vor.

Ausgezeichnet: Das Rüsselsheimer Licht-Team feiert den renommierten Preis.
März 2025