Pollen, nein danke!

 

Schon im Februar war in Berlin die Konzentration von Erlenpollen so hoch wie nie zuvor. Beginnt die Heuschnupfen-Saison jedes Jahr früher?
Wie früh es losgeht, hängt vom Winter ab. War es ein milder Winter mit viel Sonnenschein und wenig Regen, fangen gerade die Frühblüher schon im Januar oder Februar an zu sprießen. Dieser Winter war tatsächlich mild, also schlecht für die Allergiker, weil sie bereits früh Symptome zeigen.

 

Welche Pollen fliegen denn im Moment durch die Luft?
In den kommenden Monaten wird die Haselnuss blühen, außerdem Esche und Birke. Beifuß, Gräser und Ambrosia kommen dann später im Jahr dazu. Allergiker können also bereits in den ersten Monaten eines Jahres bis in den Oktober hinein von Heuschnupfen geplagt sein.

 

 

Was kann man als Allergiker dagegen tun?
In der Stadt sollten Betroffene nur früh morgens stoßweise lüften, auf dem Land lieber abends. Vor dem Fenster lassen sich Schutzgitter anbringen. Die Kleidung sollte man nicht im Schlafzimmer ausziehen, sondern lieber im Bad und abends die Haare waschen, damit die Pollen nicht aufs Kopfkissen wandern. Wer rausgehen möchte, sollte die Pollenflugvorhersage beachten und generell Sport im Freien vermeiden. Denn durch die stärkere Durchblutung verschlimmert sich die allergische Reaktion. Eine Nasenspülung mit Kochsalz morgens und abends beruhigt die Nase und ein feuchter Lappen, den man sich auf die Augen legt, lindert den Juckreiz.

 

Was ist bei der Einnahme von Medikamenten zu beachten?
Viele der so genannten Antihistaminika machen müde. Wer also viel Autofahren oder Maschinen bedienen muss, sollte sich beraten lassen und lieber auf ein Medikament zurückgreifen, das weniger schläfrig macht. Studien zeigen, dass Heuschnupfen an sich schon die Fahrtüchtigkeit beeinflusst. Auch Niesen beim Autofahren kann gefährlich sein und zu Unfällen führen. Eine Alternative wäre eine Fahrgemeinschaft zu bilden oder – falls das möglich ist – die Abfahrtszeit nach der dann herrschenden Pollenbelastung zu richten.

Freie Fahrt für Allergiker

Bereits seit dem Jahr 2000 sind alle Fahrzeuge mit Blitz mit diversen Filtersystemen ausgestattet – mit Opel-Original Partikel- oder Aktivkohle-Kombifiltern. Seit dem Modelljahr 2018 verbaut Opel ausschließlich Aktivkohle-Kombifilter. Diese bestehen aus zwei Schichten und können daher nicht nur größere Partikel vom Innenraum fernhalten, sondern auch Gase wie Ozon und Gerüche aus der Luft herausfiltern. Der große Vorteil für Allergiker: Pollen werden zu 100 Prozent ausgesondert.
In vielen Fällen lässt sich der Aktivkohle-Kombifilter auch nachträglich einbauen – bis hin zu älteren Opel-Modellen wie dem Calibra oder dem Vectra C. Das Nachrüsten kann etwas knifflig sein und wird daher am besten vom Fachmann durchgeführt.

 


April 2019

Text: Bernadette Winter, Foto: Andreas Liebschner, Illustration: C3