Millionenfacher Herzensbrecher

1936

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Kadett 1936 – 1940
Der Ur-Kadett schloss die Lücke zwischen dem „Volksautomobil“ P4 und dem größeren Olympia – und begründete so die heutige Kompaktklasse. Vom P4 hatte er den Motor, vom Olympia die moderne Form und die selbsttragende Karosserie übernommen. Den Kadett gab es als Limousine und Cabrio-Limousine, jeweils mit vier Sitzplätzen, zwei Türen und für 2100 Reichsmark. Bald nach Beginn des Zweiten Weltkriegs kam die zivile Fahrzeugproduktion zum Erliegen. 1945 gingen nach Beschlüssen der Siegermächte die kompletten Produktionsanlagen und Konstruktionszeichnungen an die UdSSR. Dort hatte der Kadett als Moskwitsch 400 noch eine -lange Karriere vor sich: Bis 1959 wurden weitere 247.439 Exemplare gebaut.

HUBRAUM: 1,1 LITER
LEISTUNG: 23 PS
GEBAUT IN: RÜSSELSHEIM
ANZAHL: 108.000

1962

 

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Kadett A 1962– 1965
Der erste Nachkriegs-Kadett erweiterte die Modellpalette um die Kompaktklasse. Sämtliche Teile des im neuen Werk Bochum gebauten Kadett A waren neu entwickelt worden. Zu seiner Popularität trugen der moderne Vierzylindermotor und die ausgewogene Linienführung bei. Ein Highlight war das voll synchronisierte Vierganggetriebe – zu einer Zeit, da sich viele größere Wagen noch mit drei Gängen begnügen mussten. Den A-Kadett gab es ausschließlich als Zweitürer und in den Varianten Limousine, Caravan und als 48 PS starkes Coupé.

HUBRAUM: 1,0 LITER
LEISTUNG: 40 – 48 PS
GEBAUT IN: BOCHUM
ANZAHL: 650.000

 

1965

 

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Mit seinem Variantenreichtum machte sich der Kadett B viele Freunde.

Kadett B 1965 – 1973
Seine Vielfalt war enorm: Der Kadett B brachte es auf zehn Karosserievarianten. In acht Jahren Bauzeit lief der Verkaufsschlager als zwei- oder viertüriges Stufenheck, Schrägheck, Caravan und in zwei Coupé-Versionen vom Band. Auch der legendäre GT fußte auf seiner Plattform. Seinem Vorgänger war der Kadett B technisch und optisch ähnlich, dabei aber geräumiger und länger – er knackte die Vier-Meter-Marke. Enormer Beliebtheit erfreute sich der unvergleichliche Rallye Kadett im Coupé-Kleid. Auf seiner Basis kam Opel zu ersten Erfolgen im Motorsport. Ab 1968 gab es den Kadett auch mit Automatikgetriebe.

HUBRAUM: 1,1 – 1,9 LITER
LEISTUNG: 45 – 90 PS
GEBAUT IN: BOCHUM UND BIEL / SCHWEIZ
ANZAHL: 2,6 MILLIONEN

 

1973

 

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Der Aero von 1976 war der erste offene Nachkriegs-Kadett.

Kadett c 1973 – 1979
Mit dem Kadett C verließ das erste Weltauto das Bochumer Werk. Seinesgleichen wurden von GM in England als Vauxhall, in Japan als Isuzu und in den USA als Buick und Chevrolet verkauft. Er kam als zwei- und viertürige Limousine, Caravan und Coupé auf den Markt. Später folgte der „City“, ein Kompakter mit großer Heckklappe. Zum ersten Mal seit den 30er-Jahren gab es ab 1976 wieder eine Open-Air-Version des Kadett – den auf der Limousine basierenden „Aero“. Den gelb-schwarzen GT/E mit 1,9-Liter-Motor und 105 PS setzte Opel als offizielles Werks-Rallye-Auto ein. Ab 1977 hatte er als gelb-weißer GT/ E gar 2,0 Liter und 115 PS. Erst 1994 wurde in Brasilien der letzte Kadett C-Ableger gefertigt, die Chevette.

HUBRAUM: 1,0 – 2,0 LITER
LEISTUNG: 40 – 115 PS
GEBAUT IN: BOCHUM
ANZAHL: 1,7 MILLIONEN

 

1979

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Der erste Opel mit Vorderradantrieb gewann 1979 prompt das Goldene Lenkrad.

Kadett d 1979 – 1984
Eine tiefgreifende Zäsur bedeutete der D-Kadett im Kompakt-Format mit Schrägheck. Der erste Opel mit Vorderradantrieb gewann 1979 prompt das Goldene Lenkrad. Da es das zwei- oder viertürige Erfolgsmodell sowohl mit großer Heckklappe als auch mit kleinem Kofferraumdeckel gab, wurde er als Zwei-, Drei-, Vier- oder Fünftürer angeboten. Populär war wiederum der 20 Zentimeter längere Caravan, den es auch als Lieferwagen mit verblechten Heckscheiben gab. Das traditionelle Stufenheck-Modell entfiel dagegen ebenso wie das -Cabrio. Bis 1982 hatten die Basis-Modelle noch Rundscheinwerfer, anschließend wurden alle Ausstattungsvarianten mit rechteckigen Scheinwerfern ausgeliefert.

HUBRAUM: 1,2 – 1,8 LITER
LEISTUNG: 53 – 115 PS
GEBAUT IN: BOCHUM
ANZAHL: 2,0 MILLIONEN

1984

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Das von Bertone gestylte Kadett Cabrio fuhr ab 1987 vor.

Kadett e 1984 – 1991 Mit dem Kadett E kehrte neben der Stufenheck-Variante (ab 1985) das Cabrio (ab 1987) zurück. Wie sein Vorgänger wurde auch der Kadett E „Auto des Jahres“ und fuhr das Goldene Lenkrad ein. Das noch bis 1993 gebaute, auf dem 115 PS starken GSi basierende Cabrio hatte das Rüsselsheimer Design Center in Zusammenarbeit mit Designer Nuccio Bertone entworfen. Auch als dreitürigen Lieferwagen gab es den Kadett wieder. Technik und Motoren des Kadett E unterschieden sich zunächst kaum vom -Vorgänger. Erst durch die Umrüstung auf Katalysatoren änderte sich auch die Motorenpalette. Im Jahr 1989 wurde der zehnmillionste Kadett gebaut.

HUBRAUM: 1,2 – 2,0 LITER
LEISTUNG: 55 – 150 PS
GEBAUT IN: BOCHUM, SARAGOSSA UND BEI BERTONE
ANZAHL: 3,8 MILLIONEN

 

1991

Opel zieht Konsequenzen: kein neuer Vertrag mit Steffi Graf

Erfolgreiche Liaison: Steffi Graf und der Astra F auf der IAA 1991.

ASTRA f 1991 – 1997 Ab Sommer 1991 war der Name-Kadett Geschichte. Der Kompakte aus Bochum hieß von nun an Astra und trug in Erinnerung an seinen populären Vorgänger die Bezeichnung F. Mit 4,9 Millionen Einheiten wurde die erste Auflage des Astra der meistverkaufte Opel aller Zeiten – und löste auch hier seinen direkten Vorgänger Kadett E ab.

HUBRAUM: 1,4 – 2,0 LITER
LEISTUNG: 60 – 150 PS
GEBAUT IN: BOCHUM, ELLESMERE PORT, EISENACH, SARAGOSSA UND BEI BERTONE
ANZAHL: 4,9 MILLIONEN

 

1998

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Die zweite Astra-Generation setzte weitere Meilensteine.

astra g 1998 – 2004
Das charakteristische Stummelheck des Astra G Fließheck markierte die Abkehr vom reinen Schrägheck und ließ den Kompakten erwachsener aussehen. 1999 folgte ein abermals von Bertone entworfenes Coupé, das auch der Cabrio-Variante als Basis diente. Und die zweite Astra-Generation setzte weitere Meilensteine: Im Jahr 2000 war der Spritsparer Astra Eco4 das erste Vier-Liter-Auto in der Kompaktklasse; ab 2004 verrichtete im Astra der weltweit erste Euro 4-Diesel seinen Dienst.

HUBRAUM: 1,2 – 2,2 LITER
LEISTUNG: 65 – 200 PS
GEBAUT IN: BOCHUM, GLIWICE UND BEI BERTONE
ANZAHL: 3,95 MILLIONEN

 

2004

 

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Der Astra OPC mit 240 PS.

astra h 2004 – 2009 Während der dritten Auflage des Kadett-Nachfolgers lief 2008 der zehnmillionste Astra vom Band. Mit 240 PS ist der Astra OPC (Foto) der bislang stärkste Serien-Kompaktwagen von Opel.

HUBRAUM: 1,3 – 2,0 LITER
LEISTUNG: 75 – 240 PS
GEBAUT IN: BOCHUM, ANTWERPEN UND ELLESMERE PORT
ANZAHL: 2,2 MILLIONEN

 

2009

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Der aktuelle Astra gewann auf Anhieb das Goldene Lenkrad.

ASTRA J seit 2009 Der aktuelle Astra gewann 2009 das Goldene Lenkrad in der Kompaktklasse. Um Verwechslungen mit der Ziffer 1 vorzubeugen, wird die neunte Baureihe seit 1962 nicht mit I, sondern mit J bezeichnet. An fünf Standorten wurde und wird der Astra mit Motoren von 1,3 bis 2,0 Liter und 87 bis 180 PS produziert.

 

Folge_05