Im Rennstall studieren

Opel fördert sechs universitäre Rennställe
in Deutschland und drei
in den USA.

Noch mehr Prominenz auf der Bühne, noch mehr Publikum, noch mehr professionelle Performance – die „Rollouts“ der „Scuderia Mensa“, dem „Formula Student“-Rennteam der Hochschule Rhein-Main, haben längst Tradition im Opel Auditorium. Dieses Jahr legten die Studenten in allen Punkten noch einen drauf.

Für Opel fügte sich die Show prima ins „große Ganze“. Denn in der Woche zuvor hatte das Unternehmen einen Dreijahresvertrag als Zentralsponsor der „Formula Student Germany“ unterzeichnet – und wird sein Engagement somit auf die gesamte Hochschul-Rennserie ausdehnen. Zudem unterstützt Opel seit diesem Jahr auch Rennteams der Technischen Universität Kaiserslautern und der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Damit fördert der Konzern nun insgesamt sechs universitäre Rennställe in Deutschland und drei in den USA.

 

DIE STÄRKSTEN TALENTE DER BRANCHE KENNENLERNEN
Dass das Konzept aufgeht, demonstrierte auch dieses Rollout der Scuderia Mensa eindrucksvoll. Unter den Gästen waren zahlreiche „Ehemalige“, die heute bei Opel arbeiten. Yannic Brose beispielsweise: Der heutige Validierungsingenieur war einst Teamleiter „Electrics“ im studentischen Rennstall. „Allein bei den Rennen dabei sein zu können, war eine großartige Erfahrung. Und, ja: Die Kontakte, die ich im Rahmen meiner Mitarbeit im Scuderia Mensa-Team knüpfte, haben mir später auch genutzt, bei Opel unterzukommen.“

 


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„Die gleiche Leidenschaft fürs Auto“

Opel-Entwicklungschef Charlie Klein über das Engagement in der „Formula Student Germany“

Mr. Klein, was macht die Formula Student für Opel so interessant?
Wir werden mit der Formula Student unserer großen sozialen Verantwortung gerecht, indem wir Studenten helfen, Praxiserfahrungen in der Entwicklung und Konstruktion von Automobilen zu sammeln. Gleichzeitig knüpfen wir im Rahmen unseres Engagements auch Kontakte zu den stärksten Nachwuchstalenten in unserer Branche – und können sie vielleicht für unser Unternehmen gewinnen. Eine echte Win-Win-Situation.

Was macht die Studenten, die sich in der Formula Student engagieren, für Opel so besonders?
Zuallererst, dass sie die gleiche Leidenschaft fürs Auto mitbringen, die auch unsere Mitarbeiter auszeichnet.

Die Studenten müssen sich im Rahmen ihrer Projektarbeit mit dem kompletten Entwicklungsprozess eines Automobils vertraut machen. Sie müssen lernen, Probleme gemeinsam zu lösen und sich außergewöhnlichen technischen Herausforderungen zu stellen. Kurz, sie lernen effizientes Teamwork, wie es auch in unserer Organisation der Schlüssel zum Erfolg ist.

Dafür nehmen die Studenten aber auch Einiges auf sich. Für ihr Engagement in der Formula Student bekommen sie im Studium nichts geschenkt, im Gegenteil: Es muss so nebenher erledigt werden.
Das ist mit Sicherheit eine ganz schöne Zusatzbelastung. Aber auch die hat etwas Gutes: So lernen die Studenten schon früh, wie wichtig es ist, die eigene Arbeitszeit managen zu können.


 

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Der heutige Validierungsingenieur Yannic Brose (rechts) war einst Teamleiter „Electrics“ im studentischen Rennstall.

 

EINST TEAMCAPTAIN, HEUTE OPEL-INGENIEUR
„Mit Mirjam Groth und Thilo Oppermann stehen auch zwei ehemalige Team-Kapitäne mittlerweile in Opel-Diensten“, erzählt Udo Zuck, der für Opel den Support der verschiedenen Rennteams koordiniert. Thilo Oppermann wird auch zu der Jury gehören, die Anfang August beim Formula Student-Lauf auf dem Hockenheimring erstmals den „Opel Style Award“ verleiht, mit dem Opel besonders clevere Design- und Packagelösungen auszeichnen wird.

Denn in der akademischen Rennserie geht es längst nicht nur darum, das schnellste Auto im Wettbewerb zu stellen. Die Uni-Teams müssen quasi die gesamte Prozesskette einer Automobilproduktion abbilden, also etwa auch Kostenpläne und -analysen erstellen, und jeder Aspekt fließt in die Gesamtwertung mit ein. „In der Formel 1 geht’s doch immer nur um die letzten zwei Sekunden, in der Formula Student geht’s ums Ganze“, brachte Rollout-Moderator Thomas Wagner die Grundidee auf den Punkt.

 

„SPR15E“ MACHT NOCHMAL FÜNF SEKUNDEN GUT
Neben Charlie Klein durfte er im Opel-Auditorium unter anderem auch Wilfried Friedl begrüßen, den Kanzler der Hochschule RheinMain, sowie den Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghard, in dessen Rathaus einer der Elektrorenner, mit dem die Scuderia Mensa einst nach Punkten jagte, ausgestellt ist.

Star der Veranstaltung war jedoch der funkelnagelneue „SPR15E“ – der Elektrorenner, mit dem die Scuderia Mensa 2015 an den Start geht. Auch er legt gegenüber seinen Vorgängern in allen Punkten nochmal eine Schippe drauf. „Damit sind wir auf dem Hockenheimring nochmal fünf Sekunden pro Runde schneller“, verspricht der Team Captain Richard Scholz.

 

 

 

 

Text: Eric Scherer, Fotos: Asterion

Stand Juni 2015