Benjamin Hermé bespricht mit Gerhard Müller Verpackungsfragen für San Luis Potosi.

Wenn einer eine Reise tut …


 Orion


Gegründet: 1983
Gefertigte Automodelle: Chevrolet Sonic, Buick Verano
Von Opel Wien gelieferte Aggregate:
-1,4-Liter-Turbomotoren (seit 2014)
– M 20/32-Sechsgang-Getriebe (seit 2011)
– F 17-Fünfgang-Getriebe (seit 2010)

 


San Luis Potosi


Gegründet: 2008
Gefertigte Automodelle: Chevrolet Aveo, Chevrolet Trax
Von Opel Wien gelieferte Aggregate:
– 1,4-Liter-Turbomotoren (seit 2016)
– M 20/32-Sechsgang-Getriebe (seit 2013)

San Luis Potosi in Mexiko ist mit rund 55.000  Motoren in diesem Jahr der drittgrößte Motorenabnehmer von Opel Wien. Auch M 20/32-Getriebe werden dorthin geliefert. Nach Orion in Michigan liefert das Werk Aspern 1,4-Liter-Turbo-Motoren, M 20/32-Getriebe und F 17-Getriebe.

Beide Kundenwerke waren das Ziel der siebentägigen Reise von Qualitätsingenieur Benjamin Hermé. Am 8. Mai Flug nach Detroit, am 11. Mai Flug über Houston nach San Luis Potosi, am 14. Mai Rückflug von Mexiko nach Wien. Dazwischen erledigte er in den USA und in Mexiko je zwei Tage geballtes Gesprächs- und Besichtigungsprogramm.

 

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Im Werk San Luis Potosi.

 


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Benjamin Hermé vor dem Werk Orion.

Im Werk Orion.

Im Werk Orion.


Beheizte Ölwannen
Die 1,4-Liter-Motoren, die Wien-Aspern seit Anfang dieses Jahres nach San Luis Potosi liefert, haben eine Besonderheit: Rund 13 Prozent davon haben beheizte Ölwannen, denn der Chevrolet Trax wird auch nach Kanada geliefert. Dort gibt es lange, schneereiche und kalte Winter.

Für das mexikanische Werk werden also zwei Ölwannen-Varianten geliefert, wovon die eine zwei zusätzliche Bohrungen aufweist, in welche die Heizeinrichtung montiert wird. Um diese veränderte Motorenvariante liefern zu können, installierte Opel Wien im Jahr 2015 entsprechende Anzeigen und ein zusätzliches Fehlervermeidungssystem/FEVES. Unter großem Zeitdruck, denn Wien-Aspern war „Einspringer“ für ursprünglich aus Südkorea geplante Lieferungen. Zuvor waren die Motoren vom Werk Flint/Michigan geliefert worden.

Benjamin Hermé berichtet, dass vor allem die Verwechslungsgefahr der unterschiedlichen Ölwannen-Varianten eine Herausforderung bedeute. In San Luis Potosi lautete das einhellige Echo: Wir  sind mit der Qualität der Motoren und Getriebe aus Wien-Aspern sehr zufrieden. Trotzdem nützte der Qualitätsingenieur die in Mexiko gewonnenen Erkenntnisse nach seiner Heimkehr zu einer weiteren Verbesserung des Ölwannen-FEVES.

Hauptthema des ersten Kennenlern-Besuches im mexikanischen Werk waren vielmehr Verpackungsfragen: Verpackungsingenieur Gerhard Müller habe ihm dazu eine To-Do-List mitgegeben, erzählt Hermé. „Also habe ich mit Mario Valadez, dem dortigen Powertrain Resident, das Entladen der Übersee-Container angeschaut und Motoren ausgepackt.“ Die Erkenntnis: Eine Verbesserung der Verpackung ist erforderlich!

 

Motoren-Anstellen im Werk Orion.

Ein Mail an Gerhard Müller wurde flugs abgesandt. Und ein Termin mit dem Verpackungslieferanten vereinbart – an einem Datum zwei Tage nach der Rückkehr. Jetzt wird von Gerhard Müller eine neue Verpackung entwickelt – mithilfe der Informationen, die Benjamin Hermé in San Luis Potosi sammelte.


GM Renaissance Center – das Headquarter des Weltkonzerns.

 

Detroit-Kontakte
In Orion hingegen sei es vor allem um das Erneuern der Kontakte gegangen, berichtet Hermé. Wie im Vorjahr checkte er auch diesmal gemeinsam mit Mike Weber, Resident Engineer in den USA, alle Stationen im Chevrolet-/Buick-Werk durch, bei denen Asperner Motoren und Getriebe ins Spiel kommen. Und stellte erfreut fest, dass in Qualitätsfragen alles zum Besten steht. Auch mit Qualitätsingenieurin Marjorie Miller vom Werk Orion konnte er ein Gespräch führen.

Weitere GM-Standorte standen am zweiten USA-Tag auf dem Programm – rund um Detroit reiht sich Automobilwerk an Automobilwerk. Zuerst das Warranty Parts Center in Orion: „Da werden schadhafte Motoren zerlegt und analysiert“, beschreibt er. Danach folgte eine Telefonkonferenz bei General Motors Global Propulsion Systems in Pontiac mit Kollegen aus Wien, Südkorea und von der amerikanischen GM-Organisation. „Das war spannend, einmal von der anderen Seite her bei der Telefonkonferenz dabei zu sein.“ Und schließlich besuchte Hermé noch das Fahrzeugwerk in Hamtramck und das V6-Motorenwerk in Romulus. Viel weniger Automatisierung gebe es dort – auch Kolben und Ventile werden per Hand montiert, weiß er zu berichten.

Last, but not least, ging sich noch eine Visite im berühmten GM-Renaissance Center aus: „Ich habe mich sehr klein gefühlt und war gleichzeitig stolz Teil dieses Konzerns zu sein.“

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Text: Kristin Engelhardt, Fotos: General Motors, Helga Mayer