Nachfahren fahren vor

Die NASA entwickelt ein Mondauto, die Ölkrise ist im Anmarsch und das Wort des Jahres lautet „aufmüpfig“ als Georg von Opel, Enkel des Firmengründers, 1971 einen Opel GT mit Elektroantrieb versieht. Ein E-Sportwagen Anfang der 70er-Jahre? Das glich einem Griff nach den Sternen. Doch es funktionierte: Der GT-Stromer fuhr knapp 189 km/h Spitze – und mehrere Weltrekorde ein.

„Opel wird elektrisch – das
erfüllt uns mit Stolz.“

– Gregor von Opel –

 

„Wenn Opel jetzt elektrisch wird, erfüllt uns das mit Stolz“, sagt Georgs Sohn, Gregor von Opel, während hinter ihm der rot-orange Opel Corsa-e begleitet von einem Blitzlichtgewitter in einer Menschentraube verschwindet. Mit dem heutigen Tag komme auch Georgs fast 50 Jahre zurückliegende Pionierarbeit mit dem GT-Stromer nochmals eine besondere Bedeutung zu, betont der Urenkel des Firmengründers.

 

120 Jahre Automobilbau: Der „System Lutzmann“ markiert bis heute den Start in ein neues Zeitalter von Opel und kommt im K 48 zu Ehren.

 

 

Heute, am 4. Juni 2019, läutet Opel mit den Präsentationen des Corsa-e und des Grandland X Hybrid4 vor 300 Journalisten und geladenen Gästen die Ära der Elektromobilität ein – das ist auch für die Mitglieder der Familie Opel ein besonderes Ereignis. Gregor von Opel, Ivonne Gräfin von Schönburg-Glauchau und Christoph von Opel sind ins K 48 an den Stammsitz nach Rüsselsheim gekommen; sie stammen aus der Linie des ältesten Opel-Sohnes Carl, leben in der Region, fühlen sich Opel fest verbunden.

Eine Familienangelegenheit: 1971 erzielt Georg von Opel, ein Enkel des Firmengründers, mit einem 189 km/h schnellen Elektro Opel GT sechs Elektromobil-Weltrekorde. Die Reichweite beläuft sich allerdings auf maximal 44 Kilometer.

 

„Opel, das ist mehr als eine Marke, es ist eine Familie“, sagt Ivonne Gräfin von Schönburg-Glauchau fast ein wenig nachdenklich mit Blick auf den „System Lutzmann“, der vor wenigen Minuten als Reminiszenz an 120 Jahre Automobilbau bei Opel über die Bühne gefahren ist. Der aufbrandende Applaus als Opel CEO Michael Lohscheller den Opel-Ingenieuren für ihren „hervorragenden Job“ bei der Entwicklung des Corsa-e gedankt hat, habe sie sehr berührt – „das ist etwas Besonderes.“

 

Auch Christoph von Opel sieht das Rüsselsheimer Unternehmen in einer besonderen Rolle: „Andere Hersteller versehen ihre hochpreisigen Modelle mit E-Antrieben, Opel aber wählt den Corsa und macht damit das E-Auto für die breite Masse zugänglich.“ Als Geschäftsführer einer Kommunikations- und Designagentur hat der Ururenkel von Adam Opel besonders die Linienführung des neuen Stromers im Blick: „Der Corsa-e ist ein extrem schönes Auto geworden. Ein wunderschönes Detail: die Felgen!“ Oder wie Markenbotschafter Jürgen Klopp in dem Videoeinspieler während der Präsentation in Richtung Corsa-e trocken feststellt: „Gut aussehen hilft immer.“

 

 

 

 

„Opel, das ist mehr als eine Marke,
es ist eine Familie.“

– Ivonne Gräfin von Schönburg-Glauchau –

 

 

Charlotte von Opel fasziniert vor allem die Alltagstauglichkeit des neuen Stromers: „330 Kilometer Reichweite – das ist eine Hausmarke!“ Denn so beeindruckend die Pioniertaten von Georg von Opel 1971 auch waren – ausgereift war die Technik damals noch lange nicht. Die 12-Volt-Batterien, aus denen die mächtigen Gleichstrom-Elektromotoren gespeist wurden, stapelten sich unter anderem auf dem Beifahrersitz – und waren bereits nach 44 Kilometern leer.

Für die Nachfahren ist es nicht nur eine Frage der Familientradition in Sachen E-Mobilität voranzugehen. Natürlich werde man einen der beiden neuen Stromer mit Blitz bestellen. Denn: „Wir sind der festen Überzeugung: Opel ist ab heute elektrisch“, betont Georg von Opel.

Eine neue Ära: Designchef Mark Adams präsentiert vor 300 Journalisten und geladenen Gästen den neuen Opel Corsa-e.

 


Juni 2019

Fotos: Opel