Mehr Diversity führt
zu mehr Erfolg

Anke Felder Managing Director Human Resources and Labor Director

Michael Lohscheller CEO Opel Automobile GmbH

 

Weshalb Diversity, also Vielfalt, in einem Unternehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor sein kann? Da sind sich die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion, die das Thema Ende Juni im Auditorium N50 am Standort Rüsselsheim erörtern, einig: „Weil die Belegschaft eines erfolgreichen Unternehmens die Gesellschaft, für die sie ihre Produkte gestaltet, widerspiegeln muss“, sagte Arbeitsdirektorin Anke Felder. Dass Unternehmen, denen dies gelingt, bessere Geschäftsergebnisse produzierten, lasse sich auch anhand von Zahlen, Daten und Fakten belegen, erklärte die Geschäftsführerin Human Resources, die die Runde moderierte und gemeinsam mit Opel-Chef Michael Lohscheller eröffnet hatte.

 


 „Die Zukunft gehört allen –
unabhängig von Alter, Herkunft,
Geschlecht und Religion!“

Erweiterter Opel-Claim


 

Lohscheller wies auf das Ziel der Veranstaltung hin: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir einen konkreten Beitrag zu unserer Unternehmenskultur und zu unserem Unternehmenserfolg leisten, wenn wir Diversity zu einem Teil unseres täglichen Handelns und Denkens machen. Letztlich wird damit auch der Erfolg unseres Zukunftsplans PACE! unterstützt,“ so der Opel-Chef.


Das Diversity Event fand am 28. Juni im Rüsselsheimer Auditorium statt.


 

Um den eigenen Kundenstamm besser widerzuspiegeln, müsste bei Opel, wie wohl überall in der Automobilindustrie, der Frauenanteil in der Belegschaft entschieden höher sein. Daher scheint es konsequent, dass sich die Initiative Women@Opel für mehr Diversity im Unternehmen engagiert – obwohl das Thema viele weitere Facetten umfasst, etwa Nationalität, ethnische Herkunft, Religion, Behinderung oder sexuelle Orientierung. Was wiederum zeigt: Diversity geht auch Männer an. Weswegen Vanessa Repp, eine der Initiatorinnen von Women@Opel, ausdrücklich auch an das sogenannte starke Geschlecht appellierte, sich in dem Netzwerk zu engagieren. Dazu erweiterte sie den aktuellen Opel-Claim: „Die Zukunft gehört allen – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht und Religion!“

Einige Mitstreiter hat Women@Opel bereits gewonnen. Marc Schmidt etwa, Director Body, Exterior and Interior im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum, erklärte: „Frauen können uns neue Blickwinkel auf unsere Produkte eröffnen, über die Männer ab 50, die einen großen Teil ihrer Arbeitszeit in Konferenzräumen sitzen, vielleicht nicht mehr verfügen.“

 

Vanessa Repp AGC Planner ME FPL, Core Team Women@Opel

 

Marc Schmid Director Body, Exterior and Interior

 


Kathinka Klingemann Director Indirect Material & Services/Machinery & Equipment

 

Tobias Gubitz Director Brand Strategy and Marketing Communications

„Offenheit ist der Schlüssel
zu mehr Diversity.“

Kathinka Klingemann

 

 

Tobias Gubitz hat schon Berufserfahrung in einem Kosmetikkonzern gesammelt – und da er dort als Mann zur einer absoluten Minderheit gehörte, fällt es ihm heute umso leichter, einen Zugang zum Thema Diversity zu finden. Als Director Brand & Marketing sieht er seinen Bereich zwar vergleichsweise gut aufgestellt, was den Frauenanteil angeht, räumte er aber ein: „Im Sales-Bereich besteht noch Ausbaupotenzial.“ Allerdings sei der Vertrieb gerade im Wandel begriffen, unter anderem würden neue Wege erschlossen, gerade auch auf weibliche Kunden zuzugehen.

Für Kathinka Klingemann, Director Indirect Material & Services/Machinery & Equipment, ist Offenheit der Schlüssel zu mehr Diversity. Dazu gehöre auch der Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Auch das weitere Zusammenwachsen mit dem PSA-Konzern sei ein wichtiger Beitrag zu mehr Diversity.

 

„Im Sales-Bereich besteht
noch Ausbaupotenzial.“

Tobias Gubitz


 

Im französischen Mutterkonzern existiert das Äquivalent Women Engagement for PSA übrigens schon seit acht Jahren. Mittlerweile gehören dem Netzwerk rund 400 Frauen in 16 Ländern und in 21 Funktionsbereichen an. Und wie Initiatorin Maud Ragot berichtete, nehmen diese mittlerweile unmittelbar auf die Fahrzeuggestaltung Einfluss. Am neuen DS7 Crossback etwa seien während des Entwicklungsprozesses Veränderungen vorgenommen worden, die von Women Engagement for PSA angeregt worden seien. Eines der nächsten Ziele des Netzwerks ist nun, mit Women@Opel zusammenzuwachsen.

Maud Ragot Resp. Management Finance Administration Allemagne, WEP

 

 

Gemeinsam die Zukunft gestalten: Für ein Arbeitsumfeld frei von Vorurteilen
Bei Opel setzt man auf die Vielfältigkeit der Mitarbeiter. Ihre individuellen Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen nutzt der Autobauer in der Planung, Entwicklung und Fertigung seiner Fahrzeuge. Die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Diversität soll einen konkreten Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Bereits 2007 hat der Autobauer die „Charta der Vielfalt“ für Diversität in der Arbeitswelt unterzeichnet. Opel ist damit Teil des größten Netzwerks für Diversity-Management in Deutschland mit dem Ziel ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist.

Stand Juli 2018

Text: Eric Scherer, Fotos: Andreas Liebschner