Von wegen Ferien

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Die Bänder in der Fertig- und Endmontage standen während der Werksferien vom 1. bis 23. August still.

 


Premiere: Thomas Steinmetz koordiniert die Umbauarbeiten im Werk Eisenach zum ersten Mal.

Als das Eisenacher Werk am 31. Juli mit Ende der Spätschicht um 21.59 Uhr quasi heruntergefahren wurde und somit die dreiwöchigen Sommer-Werksferien offiziell begannen, hatte Thomas Steinmetz schon ein klein wenig Bauchkribbeln verspürt. Denn der Manager für Manufacturing Engineering und Facility Management ist in diesem Jahr zum ersten Mal für die Umbauarbeiten im Werk während der Sommerferien verantwortlich.

 

INVESTITIONEN VON 1,5 MILLIONEN EURO

Der 51-jährige Eisenacher, der seit 1992 im Eisenacher Werk ist und zwischendurch sechs Jahre in Bochum arbeitete, begann die Planungen bereits im Januar. Seit Mai standen die umzusetzenden Vorhaben mit einer Investitionssumme von 1,5 Millionen Euro fest. Es folgten regelmäßige Absprachen mit den einzelnen Bereichsleitern, „um die Arbeiten zu harmonisieren, damit sich keiner in die Quere kommt“.


„Es läuft alles wie geplant – oder besser.“

Thomas Steinmetz, Manager ME & FM


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Jede Menge „Hochzeitsböcke“: 16 Montagetische für die „Hochzeit“ wurden während der Umbauarbeiten ausgebaut.

 

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Einbau des neuen 8.000 Kilogramm schweren Hebers für die Aufbaustufe 2.

 


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Durch den Umbau werden  Energiekosten von 120.000 Euro im Jahr eingespart und der Ausstoß an Kohlendioxid um 505 Tonnen verringert.

Möglichkeiten dafür gäbe es genug, arbeiteten doch 200 Mitarbeiter von Fremdfirmen und rund 100 Opelaner an sieben Tagen in der Woche und in drei Schichten in Bereichen, wo gleichzeitig verschiedene Projekte umgesetzt wurden. Wie zum Beispiel im Rohbau, wo

man die komplette Oberbeleuchtung ausgetauscht hat. 648 HQL Quecksilber- dampflampen (je 460 Watt) wurden durch 332 neue, hellere und langlebigere LED Leuchten (220 W) ersetzt.

 

ENERGIEKOSTEN SIND GESENKT

Das spart Energiekosten von 120.000 Euro im Jahr und vermeidet den Ausstoß von 505 Tonnen Kohlendioxid. Das kann aber zu Überlappungen mit Firmen führen, die in anderen Bereichen des Rohbaus tätig waren. Wie an der Aufbaustufe 2, wo ein 8.000 Kilogramm schwerer Heber, der für die Zuführung der Seitenwände sorgt, ausgewechselt wurde. Insgesamt kamen an der umfangreichsten Maßnahme 25 Mitarbeiter zum Einsatz.

Zudem wurden im Rohbau noch zwei Scherenhubtische und diverse Rollenbahnen in den Förderanlagen ausgetauscht. In der Lackiererei gab es Verbesserungen an der thermischen Nachverbrennung, zudem sanierten Experten zwei Abluftkanäle. In der Fertig- und Endmontage (FEM) wurde die Förderkette für die 16 „Hochzeitsböcke“ – Montagetische – gewechselt.

 

STRASSEN UND GLEISE SANIERT

Im Außenbereich steht nun ein Containerkomplex mit Wasch- und Duschräumen für die neuen 400 Mitarbeiter der dritten Schicht. Dazu fanden auf dem Werksgelände Renovierungsarbeiten an Straßen und Gleisen sowie Reinigungsarbeiten in allen Bereichen statt.

Das leichte Bauchkribbeln bei Thomas Steinmetz war nach ein paar Tagen verschwunden, denn die verschiedenen Maßnahmen griffen problemlos ineinander. „Es läuft alles wie geplant. Wir liegen sogar vor dem Plan“, erklärt der Manager, für den trotz Termindrucks die Arbeitssicherheit „oberste Priorität“ hat. So ist immer ein Opel-Mitarbeiter, oftmals auch Thomas Steinmetz selber, vor Ort, um die Einhaltung zu überprüfen.

 

Absperrband

Text: Jens Hirsch, Fotos: Marcel Krummrich