„Die Essenz von Opel“

Tobias Gubitz ist Direktor Markenstrategie & Marketing Kommunikation und seit April 2014 im Unternehmen.

Opel Post: Sie haben soeben beim Town Hall Meeting das Marken-Manifest vorgestellt. Was ändert sich? Warum braucht Opel ein solches Manifest?
Tobias Gubitz: Die gute Nachricht ist: An unseren Werten hat sich nichts geändert. Opel war und ist eine deutsche Marke, begeisternd und nahbar. Das Marken-Manifest baut auf diesen Werten auf, fängt die Essenz von Opel umfassend schriftlich und visuell ein. Und das heruntergebrochen auf die verschiedenen Bereiche – sodass beispielsweise der Sitzentwickler genauso wie die Kollegin der Opel-Bank die Marken-Werte in ihre tägliche Arbeit einfließen lassen können. Das Manifest ist DIE Grundlage für unsere Zukunft. Unser Kompass. Ein solches Marken-Manifest wird es auch für Vauxhall geben.

 

Was passiert jetzt damit?
Ab Mitte September wird es Informationsveranstaltungen zu den Inhalten geben. Außerdem stellen wir das Marken-Manifest als Online-Dokument allen Mitarbeitern zur Verfügung. Denn: Die Grundsätze, die wir hier festgehalten haben, sollen jedem dabei helfen, die Zukunft zu gestalten. Aus diesem Grund haben übrigens schon bei der Erarbeitung des Manifests Mitarbeiter aller Bereiche mitgewirkt – vom Engineering über Produktmarketing bis hin zu Design und Kommunikation.



 

Welche Rolle spielt dabei der Opel GT X Experimental?
Der Opel GT X Experimental ist quasi das „Auto gewordene“ Marken-Manifest. Alles was wir in unserem Grundsatzpapier festgehalten haben, haben die Designer in das Brand Concept Car übersetzt – es ist deutsch, beigeisternd und nahbar. Und das spiegelt sich auch in der Präsentation wider. Unser GT X Experimental hat seine Weltpremiere nicht auf einer Automesse vor Journalisten gefeiert, sondern heute hier im Adam Opel Haus mit tausenden Mitarbeitern und den live zugeschalteten Kollegen an den europäischen Standorten.

 

Sie haben sich Monate intensiv mit der Marke beschäftigt. In einem Satz ausgedrückt: Was ist die Essenz der Marke Opel?  
Opel bringt deutsche Ingenieurskunst, Innovationen und Design zu den Menschen. Das war schon immer so.

 

An welche Beispiele denken Sie da?
Etwa den Opel Doktorwagen, der die ärztliche Versorgung auf dem Land erleichtert hat. Den legendären Manta mit seinem individuellen Design und sportlichem Fahrverhalten – das war deutsch, beigeisternd und nahbar in den 70er-Jahren. Auch mit dem Astra haben wir gezeigt, wie innovativ Opel ist – mit dem ersten LED-Matrixlicht seiner Klasse.

 

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« Das, was wir im Marken-Manifest festgehalten haben, haben die Designer in den Opel GT X Experimental übersetzt. »

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Unsere Alleinstellungsmerkmale



 

Ein Manifest ist immer auch eine Zielerklärung: Welches rufen Sie aus?
Wir wollen und werden Opel wieder zur begehrtesten deutschen Volumen-Marke machen. Dafür müssen sich alle Produkte und Services auch danach anfühlen, dass sie von einem Absender kommen: Opel! Der Kunde soll durchweg positive Erlebnisse mit der Marke sammeln – sei es beim Kauf oder Leasing, im Service oder in Zukunft auch beim Car-Sharing.

 

Was unterscheidet denn einen Opel von einem Peugeot, einem Citroën oder dem Wettbewerb?
Unsere Autos müssen sich von unseren Schwestermarken und vom Wettbewerb abgrenzen. Wir werden die Dinge, für die Opel heute schon bekannt ist, konsequent weiterentwickeln. So wird aus führender Lichttechnik, führende Sichttechnik. So wird aus einem ergonomischen AGR-Sitz, ein sich an Fahrer und Fahrsituation aktiv anpassender Sitz. Diese Alleinstellungsmerkmale in Kombination mit einem unverwechselbaren Design werden entscheidend zur klaren Positionierung der Marke Opel beitragen.

 

Sie haben sich die Kunden angeschaut – wer kauft eigentlich unsere Autos?
Es sind Menschen aus der Mitte der Gesellschaft. Ich habe einmal den Satz gehört „Opel verkauft großartige Autos an klasse Menschen“ – das trifft es ganz gut. Wir wissen, dass unsere Zielgruppe sowohl stolz auf ihre Arbeit ist, aber auch ihre Freizeit genießt. Wir wissen, dass ihnen Familie und Freunde am Herzen liegen. Und das Auto ist in der Regel etwas, für das sie hart gearbeitet haben. Etwas, womit sie sich belohnen und gleichzeitig etwas, das sie brauchen. Es ist schon eine ziemliche Ehre, für diese Menschen Autos bauen zu dürfen.

 

 

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« Wir wollen und werden Opel wieder zur begehrtesten deutschen Volumen-Marke machen. »

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« Unsere Kunden wollen kein Chichi, sondern gute Technik, Fahrspass und schickes Design. »

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Und was erwarten diese Menschen von ihrem Auto?
Er soll zuverlässig sein, denn deutsch steht für unsere Kunden vor allem auch für hohe Qualität und Sicherheit. Und sie mögen clevere Innovationen, die ihnen das Leben leichter machen. Sie wollen kein Chichi, sondern gute Technik, Fahrspass und schickes Design.

 

Die Ansprüche der Kunden entwickeln sich stetig weiter…
Deshalb muss sich auch die Marke Opel stetig weiterentwickeln. Insgesamt müssen wir sie wieder breiter aufstellen und für neue Käufergruppen attraktiver machen: hin zur modernen Mittelschicht. Wir wollen den Menschen ein guter Freund sein. Denn das waren wir schon immer. Wir hatten als erste geregelte Katalysatoren in allen Fahrzeugen serienmäßig, Full Size Airbags in allen Autos. Und jetzt, da sich die Elektromobilität anschickt, massentauglich zu werden, werden wir, wird Opel, wieder für die Menschen da sein.

 

 

 

Vielen Dank für das Gespräch!


August 2018

Fotos: Opel, Alex Heimann