„Ist das was für mich?“

«MIR WAR NICHT BEWUSST, WIE VIELE OPTIONEN EINEM BEI OPEL OFFENSTEHEN.»

Die beiden jungen Frauen hatten das Abitur frisch in der Tasche und konnten sich als nächste Station durchaus ein technisches Studium vorstellen – doch in welche Fachrichtung? Das wusste keine von ihnen. Das ist jetzt anders: Charlotte Lea Lang und Marleen Sinsel haben ein Schnupperstudium und Praktika im Rahmen des Hessen-Technikum­ absolviert. Das Programm findet jedes Jahr von Oktober bis März statt und ist ein Gemeinschaftsprojekt aller technischen Hochschulen in Hessen für Angewandte Wissenschaften mit MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Ziel des Technikums ist es, das Interesse zu fördern und Einblicke in die entsprechende Studien- und Berufswelt zu eröffnen.


Drei Monate lang lernten Charlotte Lang und Marleen Sinsel vier Tage in der Woche in Rüsselsheim die Arbeit unter anderem in der Vorausentwicklung und in der Motorenentwicklung kennen. Betreut wurden sie von den Kollegen Pia Pommer, Markus Quint und Andreas Baur aus den Entwicklungsbereichen. Zusätzlich besuchten die Praktikantinnen einmal in der Woche eine Vorlesung an einer technischen Hochschule.

 

VIELFÄLTIGE EINBLICKE

Beim Rüsselsheimer Autobauer haben die Praktikantinnen einen umfassenden Einblick erhalten: Sie waren zu Gast in der Lehrwerkstatt, haben die Fahrzeugentwicklung kennengelernt und in der Fertig- und Endmontage ausgeholfen. „Wir haben wirklich viele spannende Blicke hinter die Kulissen geworfen“, sagt Charlotte Lang. Ihre persönlichen Highlights: das Testzentrum in Dudenhofen, die Crash-Tests, die Lackiererei, Fahrzeugvergleichsfahrten und der Arbeitseinsatz bei der Fahrzeugfertigung. Charlotte Lang: „Wir haben bei den Arbeiten am Türmodul assistiert.“

Opel-Kollegen und Mitglieder des Frauennetzwerkes haben den beiden Praktikantinnen außerdem die vielfältigen beruflichen Werdegänge bei Opel und aktuelle Arbeitsinhalte vorgestellt. „Entwicklung, Design, Finanzbereich oder im Marketing – mir war nicht in Ansätzen bewusst, wie viele Einsatzmöglichkeiten einem in einem so großen Unternehmen wie Opel nach einer technischen Ausbildung beziehungsweise dem Studium offenstehen“, sagt Marleen Sinsel.

Nach drei Monaten haben die beiden ihre Eindrücke zusammengefasst und präsentiert. „Sehr beeindruckend“ seien die Inhalte ihres Praktikums gewesen, lautet ihr Resümee. „Ein Tag bei Opel ist geprägt von Kommunikation, Zusammenarbeit, flachen Hierarchien und Motivation“, sagt Charlotte Lang und Marleen Sinsel sekundiert: „Besonders hat mir das offene und freundliche Umfeld bei Opel gefallen.“ Auch die betreuenden Kollegen stehen dem Technikum-Programm positiv gegenüber. „Wir erschließen damit eine neue Zielgruppe junger Frauen mit Potenzial für ein MINT-Studium“, sagt Pia Pommer. Bereits ab Oktober lernen die nächsten Praktikantinnen das Unternehmen Opel kennen – zwei weitere junge Frauen haben sich im Rahmen des Technikums angemeldet.

FREIE PLÄTZE

Kennen Sie jemanden, der sich für das Programm interessiert? Dann haben wir einen Tipp für Sie: Aktuell laufen die Vorbereitungen für das Hessen-Technikum 2019/2020. Die Bewerbungsfrist ist zwar bereits abgelaufen, da es aber noch freie Plätze gibt, kann man sich noch kurzfristig bewerben. Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie unter Hessen-Technikum.

 

Im Werk vor Ort: Charlotte Lea Lang (rechts) und Marleen Sinsel.


August 2019

Foto: privat