Finaaale!

Am Ende standen sich nicht nur die zwei besten Teams im Finale der Opel Fußball-WM gegenüber, sondern auch die am besten motivierten. „Mit solchen Fans im Rücken musst du einfach alles geben“, erklärte Helmut Mikulanec, Teamchef des Auszubildenden-Teams von Opel Wien, und verwies auf den „Fanclub“der Österreicher, der auf der Tribüne des Stadions „Am Sommerdamm“ höllisch Rambazamba machte. „Die meisten haben schon am Freitag Urlaub genommen, um heute dabei sein zu können“, so Mikulanec, der im richtigen Leben Arbeiterbetriebsrat in Wien ist.

Doch auch der Gegner war heiß bis in bis in die Haarspitzen. „Wir spielen nicht nur für Vauxhall, wir spielen für England“, stellte der Lutoner Team-Captain Bill Baldry klar und verwies auf sein Dress: Da Vauxhall auch Trikotsponsor der englischen Nationalmannschaft ist, hatten sich die Jungs aus Luton die gleichen Outfits überstreifen dürfen, die ansonsten Wayne Rooney und Co. für die Three Lions tragen. Das verpflichtet.

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Die finale Paarung: Frenetischer Fansupport made in Austria (rote Trikots) gegen Britanniens Ehre (weiße Trikots).

 

AUCH FUSSBALLERISCH LIEFERT OPEL QUALITÄT
Frenetischer Fansupport made in Austria gegen Britanniens Ehre – das konnte nur ein Herzschlagfinale werden. Und so kam es auch. Knappe Entscheidungen waren die Zuschauer zu diesem Zeitpunkt allerdings gewohnt. Ab dem Viertelfinale konnten die meisten Partien erst im Siebenmeterschießen entschieden werden. Die Platzhirsche etwa, die Rüsselsheimer „Legenden“, waren in einem dramatischen Shootout mit 1:3 gegen die Kollegen aus Russland ausgeschieden. Im Halbfinale wiederum war es die Opel-„Sbornaja“, die sich im Elfmeterschießen den Engländern mit 2:3 geschlagen geben musste.

 

HALBFINALE: DIE KATZE ZEIGT IHR GESICHT
Den Wienern dagegen waren solche Nervenkriege bislang erspart geblieben. Als jüngstes Team im Feld kombinierten sie sich unbekümmert und mit hohem spielerischen Potenzial durchs gesamte Turnier, schlugen im Halbfinale sogar die ebenfalls fußballerisch überzeugenden Eisenacher mit 2:1. Womit sie besonders ihren Ältesten stolz machten. „Die Jungs haben quasi das erste Mal zusammengespielt –da kann ich nur den Hut vor ziehen, was die geleistet haben“, erklärte der 56-jährige Uwe Sinke, der das Tor des Thüringer hütete.

 

Sinke

Das sieht man: Uwe Sinke, der Torhüter des Eisenacher Teams, wird seiner ungebrochenen Beweglichkeit wegen „die Katze“ genannt.

 

Zum Halbfinale erlaubte sich der Goalie, der seiner ungebrochenen Beweglichkeit wegen „die Katze“genannt wird, einen besonderen Spaß, und ließ sich an der Schminkstation für Kinder eine Katze aufs Gesicht aufmalen. Die Wiener Jungs konnte er auf ihrem Weg ins Finale damit freilich nicht beirren. Kein Wunder also, dass auch im Endspiel nach der regulären Spielzeit noch kein Sieger gefunden war. Als beide Teams zum Elfmeterschießen antraten, wurden die Engländer vom fachkundigen Publikum erst einmal mit einem mitleidigen Lächeln bedacht. Denn der Ruf als „ewige Elfmeterschießenverlierer“eilt den Inselkickern bekanntlich schon seit Jahren und rund um den Globus voraus. Doch bei Opel läuft’s – und im Zweifelsfall auch mal anders.

 

AT LEAST BRITANNIA RULES
Denn der Shootout zog und zog sich hin, weil keiner sich geschlagen geben wollte. Am Ende entschied vielleicht, dass die Briten auf Jugend ebenso wie auf Erfahrung setzten. Mit dem erst 21-jährigen Marcus Campbell hatten sie den wohl besten jungen Fußballer des Turniers in ihren Reihen – und mit ihrem 58-jährigen Captain Bill Baldry und dem 55-jährigen Pat Walsh auch zwei der erfahrensten Spieler. Und deswegen war irgendwann der eine Penalty zum 4:3-Sieg mehr drin. „Wir sind überglücklich, am Ende gegen einen so starken Gegner die Oberhand behalten zu haben“, jubelte Gentlemanfußballer Baldry, der in Luton normalerweise als Logistik-Manager seinen Dienst tut.

Und ein würdiger Sieger hat eine angemessene Ehrung verdient. So durften die Jungs von Captain Bill Baldry zu den weihevollen Klängen des Königsteiner Fanfarencorps zur Preisverleihung schreiten. Den WM-Pokal überreichten Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, Peter Christian Küspert, Vertriebschef Opel Group und Ulrich Schumacher, Personalchef Opel Group.

 

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Den WM-Pokal an das Siegerteam überreichten Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, Peter Christian Küspert, Vertriebschef Opel Group und Ulrich Schumacher, Personalchef Opel Group.

 

REIBUNGSLOSE ABLÄUFE DANK „JUMPSTART“
Insgesamt waren 25 Teams bei der Fußball-WM am Start, traten rund 500 Opel-Mitarbeiter in den drei Gruppen gegen den Ball. Dass alles so glatt ablief, ist dem organisatorischen Geschick von „JumpStart“zu verdanken, eine Initiative Rüsselsheimer Opel-Mitarbeitern, die sich nach amerikanischem Vorbild 2012 gegründet hat und seither Events „von Mitarbeitern für Mitarbeiter“organisiert. „Wir hatten im Mai auch fürs Rüsselsheimer Standortturnier verantwortlich gezeichnet, worauf die Geschäftsleitung uns das Vertrauen aussprach, auch die Opel/Vauxhall Fußball-WM zu organisieren, die natürlich nochmal eine andere Dimension hatte“, berichtet Frank Sunder von JumpStart. Rund 20 opelinterne Eventmanager in grünen Hemden sorgten von früh morgens bis spät in die Nacht hinein für reibungslose Abläufe. Auch Auszubildende des Rüsselsheimer Berufsausbildungszentrums halfen fleißig mit, indem sie sich beispielsweise ums opel-gerechte „Beflaggen“ des Events kümmerten oder den Fahrservice zwischen Mannschaftshotels, Stadion und K48 organisierten, in dem im Anschluss die große Salsa-Nacht ihren Lauf nahm.

Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Stadionsprecher Kamal Belkini, der sich auch mal ins Getümmel auf dem Feld stürzte, um erhitzte Gemüter zu beruhigen. „Ehrgeiz ist ja etwas Gutes, aber manchmal muss man ihn auch bremsen“, so der Mediator. „Eins haben alle aber immer sofort eingesehen, wenn die Emotionen überkochten: Bei Opel gehören wir alle zu einer Familie.“

Opel-Personalchef Ulrich Schumacher zeigte sich sehr zufrieden: „Die Veranstaltung war ein Riesenerfolg. Die Begeisterung war überall zu spüren – nicht nur bei den Teilnehmern des Finalturniers, sondern auch bei Zuschauern und der Opel-Geschäftsführung. Es war ein wunderschönes Fest mit den Kollegen aus ganz Europa“.

Alle Ergebnisse der Vorrunden-Spiele und der Finalrunden gibt es hier auf einen Blick.

 

Splitter

So spannend das Geschehen auf den Plätzen auch war – ein Blick an den Spielfeldrand lohnte sich. Unter anderem präsentierte sich dort der neue Opel Corsa in verschiedenen Ausführungen – knapp eine Woche vor seiner offiziellen Präsentation beim Pariser Automobilsaison.

 

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Die Fangruppen und Cheerleader aus Norwegen und Dänemark werden den Turnierbesuchern noch lange in bester Erinnerung bleiben. Hoffentlich gibt’s bald ein Wiedersehen.

Als fairste Mannschaft wurde das Team aus der Türkei ausgezeichnet. Artem Valeev vom russischen Team erhielt einen Sonderpreis als bester Torhüter, Çelik Kegenden von den Rüsselsheimer „Legenden“wurde als bester Torschütze ausgezeichnet.

 

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Für Kinder standen am Rande unter anderem eine Hüpfburg, ein Tischkicker und eine Schminkstation bereit, an der sich sportlich wie kreativ betätigen konnten. Einen besonderen fußballerischen Augenschmaus servierten die „United Freestyler“, die den Kicker eindrucksvoll demonstrierten, dass sich ein Ball nicht nur perfekt am Fuß führen lässt.

 

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Fußball trifft Salsa: Auch lange nach dem großen Kick bewegten die Turnierteilnehmer noch die Beine. Ganz im Geiste der Fußball-WM in Brasilien hatte „JumpStart“im K48 eine Salsa-Nacht organisiert, die es in sich hatte. Top-Acts wie Sheila De Jesus und Kelvin Hernandez heizten der Opel-Familie bis weit nach Mitternacht ein, dazu gesellten sich im Laufe des Abends Repräsentanten verschiedener Salsa-Schulen der Region in die Runde.

Dass um drei Uhr nachts Schluss war, war weniger Wunsch der Partygäste, sondern viel mehr des Werkschutzes. Den Kontakt zur Salsa-Szene hatte übrigens Maria-Luisa Engels geknüpft, Rüsselsheimer Finanzexpertin mit spanischen Wurzeln und talentierte Malerin, die auch den „Papageien-Adam“ kreierte.