Begegnungen
der sympathischen Art

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Der Star trägt rot. Was auch sonst? Es ist der 15. September 2015, Punkt 9 Uhr. Der neue Astra gleitet um die Ecke, die Rampe hinauf auf die große IAA-Bühne. Am Steuer der jüngsten Kompaktklassen-Generation: Karl-Thomas Neumann. Und der Opel-Chef hält sich nicht lange mit Nebensächlichkeiten auf: „Unser neuer Astra ist der beste Opel, den wir je gebaut haben“, begrüßt er die 500 Journalisten, die aus aller Welt angereist sind.

Unter einem Blitzlichtgewitter, das der schwarz-glänzende Fußboden und die Spiegeldecke reflektieren, betritt GM CEO Mary Barra die Bühne, um zusammen mit dem Opel Group CEO eine zweite Weltpremiere zu enthüllen – den Astra Sports Tourer. Mary Barra kündigt an, die Produktoffensive zu beschleunigen: „Wir werden zwischen 2016 und 2020 insgesamt 29 neue Opel/Vauxhall-Fahrzeuge auf den Markt bringen – darunter ein Elektrofahrzeug und ein zweites Flaggschiff zusätzlich zum Insignia.“ Trauben von Fotografen versammeln sich um die GM-Chefin und den Opel-Chef, Fernsehkameras werden für Interviews mit den beiden aufgebaut, die Premieren-Modelle erkundet.

 

Ein Streifzug durch das 3.300 Quadratmeter große Astra-Universum:

 

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„Ich habe einen Opel-Chef erlebt, der so authentisch ist wie seine Tweets.”

– Tobias Uffmann –
Twitter-Follower von Karl-Thomas Neumann

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DER ZWITSCHERNDE EHRENGAST
Lächelnd kommt Tobias Uffmann aus Richtung Bühne. Wie es dazu kam, dass er neben Karl-Thomas Neumann zur Pressekonferenz im Astra-Universum vorfuhr? „Ganz einfach: Der Opel-Chef hat getweetet, wer mit ihm zur IAA will, soll ihm so schnell wie möglich antworten – und ich hab‘s getan.“ Der 36-Jährige ist einer von über 10.000 „Followern“ des Opel-Chefs bei Twitter. „Ich habe einen Opel-Chef erlebt, der so authentisch ist wie seine Tweets“, sagt Uffmann, der selbst kein Opel-Fahrer ist.  Er arbeitet in der Kommunikationsbranche, verfolgt über den Kurznachrichtendienst Trends und Entwicklungen. „Ich finde es spannend, das Comeback der Marke Opel zu verfolgen.“ Seinen Auftritt auf der großen Bühne vor der internationalen Presse im Blitzlichtgewitter hat der 36-Jährige souverän und locker gemeistert. „Das war eine unvergessliche Erfahrung – toll, dass ich dabei sein durfte.“

 

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Endlich: Einmal reinsetzen,…

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… aus der Nähe betrachten …

 

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… und bewundern.

 

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DER 110-PROZENT-MANN
Jeder kennt ihn, jeder fürchtet ihn: den berühmt-berüchtigten „Vorführeffekt“. Auch Heiko Rettig hat vor ihm Respekt, doch da er und seine Kollegen von der Qualitätssicherung (QS) ihre Arbeit gewissenhaft erledigt haben, bleibt er gelassen. „Die Fahrzeuge, die wir auf einer solchen Messe vorführen, haben wir nicht zu 100, sondern zu 110 Prozent gecheckt“, weiß der QS-Fachmann. Gibt es Probleme, reagieren er und seine Kollegen sofort: „Kratzer, Beulen, auch platte Reifen – bekommen wir alles hin.“ Einige Funktionen sind bewusst deaktiviert worden – etwa Hupe, Schiebedach und elektrische Fensterheber, auch der Tankdeckel ist verschlossen. „Damit niemand verletzt wird oder Unsinn macht.“

Und bevor Karl-Thomas Neumann bei der Astra-Weltpremiere live demonstriert, wie sich mit seiner „Apple Watch“ das LED Matrix-Licht am neuen Opel aus- und einschalten lässt, haben die QS-Experten diese Funktion natürlich noch einmal extra überprüft. Damit sich am Ende nicht doch noch der „Vorführeffekt“ einstellt.

 

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„Die Fahrzeuge, die wir auf einer solchen Messe vorführen, haben wir nicht zu 100, sondern zu 110 Prozent gecheckt.”

– Heiko Rettig –
Mitarbeiter der Opel-Qualitätssicherung

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„Das Interesse der IAA-Besucher am neuen OnStar-Assistenten ist riesig.”

– Christian Bergmann –
Opel OnStar-Host

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DER EUROPÄISCHE ONSTAR-REISENDE
Schau an: Neben der Bühne strahlt der hellste Stern im Astra-Universum! Im „Light Car“ erläutert Christian Bergmann Standbesuchern Opel OnStar, den persönlichen Online- und Service-Assistenten, der im neuen Astra Einzug hält. „Das Interesse der Menschen ist riesig“, sagt der Host. „Besonders zum Routen-Download und zum Notruf werden detaillierte Infos verlangt.“ Um das System anschaulich erläutern zu können, hat sich Christian Bergmann nicht nur in Schulungen intensiv vorbereitet. „Im Februar und März bin ich mit OnStar quer durch Europa gefahren und habe mit den Kollegen in der OnStar-Zentrale in Luton verschiedene Notfallsituationen durchgespielt.“ Und: Er weiß nicht nur, von was er redet, er kann es auch mehrsprachig.

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↑  Das Astra-Universum: Schwarz-glänzender Fußboden, Spiegelflächen
an der Decke und riesige LED-Bildschirme an den Wänden – die perfekte Illusion.

 

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In Gelb: Auch diese besonders schöne Spezies tummelt sich im Astra-Universum.

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DER MOTOREN-FLÜSTERER
Die meiste Zeit ihres Daseins verbringen sie verdeckt unter der Haube, doch auf einer Messe dürfen auch sie in erster Reihe glänzen: die Aggregate. Und wie sie das tun. So perfekt hergerichtet könnte man sich den neuen Vollaluminium-Motor – 1.4 Ecotec Direct Injection Turbo heißt er – glatt ins Wohnzimmer stellen. Powertrain-Chefingenieur Matthias Alt freut sich jedenfalls, dass so viele interessierte Besucher Fragen haben: „Ich dachte eigentlich, dass uns die Wellness-Sitze und das Matrix-Licht des neuen Astra die Schau stehlen.“ Doch die drei Benzin-Motoren sind sehr gefragt. „Klar, wenn Vertreter anderer Hersteller vorbeischauen, dann geht’s um sehr fachspezifische Themen. Etwa wie wir die Reibungswiderstände weiter reduziert haben.“

 

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„Ich bin ein wenig überrascht, wie sehr sich die  Besucher für unsere neuen Motoren interessieren. Das freut mich natürlich.”

– Matthias Alt –
Powertrain-Chefingenieur

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GRÜSSE AUS DEM UNIVERSUM
Ah, gleich neben dem Vivaro Surf Concept steht eine rechteckige, schwarze Box. Bestimmt gibt es dort Informationen zum Lifestyle-Van. Mal kurz auf den eingebauten Bildschirm schauen und … upps, es macht „Klick“. Ist ja auch eine Fotobox, von der aus man Grüße vom Opel-Stand per Mail verschicken kann.

 Karte

 

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↑ Der Liftstyle-Van hat‘s drauf: Von der Rückbank aus surft Robin Stauche im World Wide Web (ganz oben). Da passt was rein: Im bis zu vier Kubikmeter großen Laderaum ist Platz für mehr (unten).

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DIE, DIE ES BESSER WISSEN
Herumstehen und gut aussehen? Das dürfen nur der neue Astra, der Vivaro Surf Concept und Co. Die 70 Hosts und Hostessen müssen mehr drauf haben und die Besucher kompetent informieren können. Wie funktioniert das neue Matrix LED-Licht? Wie der Wellness-Sitz? Und das IntelliLink-Infotainment-System?
„Es gibt so viele Features – jeder von uns hat sich auf ein, zwei Fahrzeuge spezialisiert“, erzählt Robin Stauche, der zusammen mit Leonie Roth den Vivaro Surf Concept betreut. „Gleich mehrere Tage lang haben wir uns in Rüsselsheim in die Details einge­arbeitet“, sagt der Host. Na, dann mal los! Nach 15 Minuten Informationen nonstop und einer Runde Internet-Surfen via WLAN-Spot ist klar: Der Surf Concept macht jede Menge Spaß – und die Opel-Hosts haben definitiv was drauf.

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DER DESIGNER MIT INNENANSICHTEN
Tür auf, reingesetzt und ein Dauerlächeln stellt sich ein bei Karim Giordimaina, Director Interior Design. „Der neue Astra belegt eindrucksvoll, was wir meinen, wenn wir sagen, dass wir German Engineering mit skulpturalem Design verbinden wollen.“ Als Interior-Spezialist muss er das Auto den Besuchern natürlich „von innen heraus“ erklären, und, na klar, „da geht es immer um die Konnektivtität mit den diversen Smartphones, die ich im neuen Astra problemlos herstellen kann.“ Doch auch, wenn es um Stauräume im Wagen geht, ist der Designer nie um eine Antwort verlegen. „Wenn einer wissen will, wo er seine Sonnenbrille ablegen soll – kein Problem, ich zeig es ihm.“

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„Uns ist eine sehr professionelle, aber auch unterhaltsame Präsentation gelungen.”

– Karim Giordimaina –
Director Interior Design

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„So viel Luxus gab es noch nie in der Kompaktklasse.”

– Andrew Leuchtmann –
Senior Manager GME Interiors

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DER OPEL-SITZPAPST
Es ist das größte Bauteil im Auto-Inneraum und bisweilen auch das teuerste. Folgt man den Ausführungen von Andrew Leuchtmann, dann ist es auch das raffinierteste: Die Sitzlandschaft. Der ausgezeichnete Wellness-Sitz im neuen Astra sowieso. „Er hält den Fahrer nicht nur sicher in Position und schont den Rücken. Er kühlt, wärmt und massiert“, zählt der Senior Manager GME Interiors einige der Funktionen auf. „So viel Luxus gab es noch nie in der Kompaktklasse.“ Seit 23 Jahren widmet sich der Opel-Ingenieur den Sitzen, seit zwölf Jahren verantwortet er mit viel Leidenschaft deren Weiterentwicklung. An der komplett neu konstruierten Sitzlandschaft für den Astra hat ein über 100 Mitarbeiter starkes Expertenteam fast fünf Jahre lang gearbeitet. „Neueste Hightech-Materialien machen die Sitzstruktur nicht nur sicherer und stabiler, sondern auch leichter“, schildert Leuchtmann. Zehn Kilogramm hat der neue Sitz abgespeckt.

 

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DER HERR ÜBER DAS UNIVERSUM
Schlank, großgewachsen mit freundlichen Gesichtszügen eilt der „Herr über das Astra-Universum“ über den schwarz glänzenden Boden. An den meisten Messetagen haben Michael Süßenberger und sein Team vom deutschen Marketing die Standhoheit. Hier laufen die Fäden zusammen, die Schichtpläne der Hostessen, die Verfügbarkeit der Fahrzeuge, die Planungen zum Umbau des Standes nach den Pressetagen, das Catering für das riesige Team, das hinter den Kulissen tätig ist. Die wichtigste Aufgabe? „Dass sich alle hier am Opel-Stand wohlfühlen“, betont er. Das gilt für die Hostessen ebenso wie für Bundeskanzlerin Angela Merkel, die es sich nicht nehmen lässt, den neuen Astra persönlich aus der Nähe anzuschauen.

 

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„Wir Opelaner auf dem Messestand sind stellvertretend hier für all die tausend Kollegen, die die tollen Produkte möglich gemacht haben.”

– Michael Süßenberger –
Opel-Standleiter

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DIE BEGLEITER DER STARS
Kurzer Blick auf die Uhr: Sechs Stunden sind seit der Pressekonferenz vergangen. Verflixt, es wird Zeit, zurück in die Redaktion zu gehen. Dabei gäbe es doch noch so viele lohnende Stationen: Die Kollegen, die CarUnity vorstellen, die Astra Experience-App, der Opel-Selfie-Jump und und und. Dazu also mehr nächsten Montag (28. September) hier in der Opel Post. Zum Abschied für heute noch ein kurzer Abstecher zu den Models auf der Hauptbühne. Auftritt: Macha, Sylwia und – sehr cool, ein Mann –, Vincent. Sylwia war schon oft für Opel im Einsatz. „Die Atmosphäre ist immer toll. Alle sind so nett“, erzählt Sylwia. Wen wundert‘s? Im Astra-Universum ist eine besonders sympathische Spezies anzutreffen – schauen Sie vorbei!

 

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Der Star trägt rot: Macha, Sylwia und Vincent (von rechts) sind die ständigen Begleiter des neuen Astra.

 

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Text: Eric Scherer, Tina Henze; Fotos: Florian Heurich