Mit Heugabeln
Artenvielfalt erhalten

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Für den Kräuterwuchs: Uwe Honacker, Betriebsleiter der Biomasseanlage, schwingt die Heugabel.

In ihrem Berufsalltag bedienen sie Präzisionswerkzeuge – mit Heugabeln und Rechen arbeiten zu dürfen, ist da eine schöne Abwechslung. Bei 35 Grad im Schatten aber auch ziemlich anstrengend. Acht Opel-Mitarbeiter aus dem Werk Rüsselsheim haben sich der Herausforderung dennoch gestellt, zumal es um eine gute Sache ging.

Gemeinsam mit fünf Aktiven des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) Mainz und Uwe Honacker, dem Betriebsleiter der Biomasseanlage (BMA) räumten sie auf dem Gelände  im rheinhessischen Essenheim große Flächen mit Obstbäumen von Mahdgut. Dadurch wird eine Übersättigung des Bodens mit Nährstoffen verhindert, was wiederum den Kräuterwuchs fördert.


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Heinz Dörr, Umweltkoordinator im Karosseriewerk, bei der schweißtreibenden Arbeit.


REGELMÄSSIGES MÄHEN SCHAFFT ARTENREICHTUM
Die Umweltaktion war ein Beitrag zum konzernweiten „Outreach-Programm“, das die Standorte anregt, in benachbarten Kommunen oder Unternehmen Projekte zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu unterstützen. Den Kontakt zum Unternehmen Veolia Umweltservice, das die Essenheimer BMA betreibt, hatte Mario Schuller hergestellt, der in der Rüsselsheimer Fertigung für das Umweltmanagement zuständig ist. Zuvor hatten die NABU-Aktiven die Flächen gemäht, so dass nun ein kräftiger Einsatz von Heugabeln und Rechen angesagt war.

Aktionen wie diese erhalten die biologische Artenvielfalt – Fachleute sprechen von „Biodiversität“. „Langfristig sollen sich diese Flächen zu artenreichem Magerrasen entwickeln“, erklärte Christian Henkes, Vorsitzender des NABU Mainz und Umgebung, den Opel-Helfern. Dazu aber müssten sie regelmäßig gemäht werden – das gelte auch für weitere Bereiche auf dem Gelände der BMA.

 


 

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Andreas Slabik (links), Umweltmanagementbeauftragter Getriebewerk, und Heinz Dörr füllen einen Container mit Mahdgut.

 

 

 


OPEL-HELFER: „WIR KOMMEN WIEDER“!
Dass die Natur auf dem Areal es wert ist, erhalten zu werden, bestätigt auch ein Gutachten, das Veolia 2014 erstellen ließ. Auf dem Gelände, das zur Hälfte von Hallen und anderen Befestigungen bedeckt ist, wurden 23 Biotop-Typen und 140 verschiedene Pflanzenarten registriert. Die Opel-Helfer jedenfalls sind bereit, auch künftig mitanzupacken, um diese zu erhalten: „Wir kommen wieder.“

Denn bei allem Schweiß, der in der sommerlichen Hitze floss: „Spaß gemacht hat es auf jeden Fall, gut verpflegt haben uns unsere Gastgeber auch und wir haben viel gelernt über Umweltservice, Kompostierung und Biodiversität“, fasst Mario Schuller zusammen.

Fotos: privat