„Strategische Partnerschaft
wäre die klar beste Lösung“

Frau Felder, vor einer knappen Woche haben Sie die Pläne zu einer strategischen Partnerschaft mit Segula Technologies öffentlich gemacht. Was ist seitdem geschehen?

Anke Felder: Wir haben vergangene Woche zunächst dem Betriebsrat die mögliche strategische Partnerschaft vorgestellt. Anschließend haben wir unsere Mitarbeiter im Engineering umfassend informiert und der Öffentlichkeit die Pläne mitgeteilt. Am Donnerstag hatten wir die Chance, unsere Überlegungen im Detail mit dem Gesamtbetriebsrat zu besprechen .Damit sind wir nun in einem geordneten Prozess, dieses wichtige Thema mit unseren Sozialpartnern zu diskutieren. Ab Freitag haben wir dann in insgesamt 17 großen Informationsveranstaltungen alle Mitarbeiter in unserem Entwicklungszentrum noch einmal persönlich zu den Plänen informiert. Dieser direkte Austausch ist besonders wichtig, da es natürlich viele Fragen gibt.

 

Wie waren die Reaktionen?

Zum einen ist der Wunsch groß, mehr über Segula zu erfahren. Und natürlich möchten alle Mitarbeiter wissen, wie nun die Auswahl der Kolleginnen und Kollegen erfolgt, die von unserem möglichen strategischen Partner übernommen werden sollen.

Dies müssen wir aber zunächst mit unseren Sozialpartnern besprechen. Grundsätzlich ist mein Eindruck, dass schon allen bewusst ist, dass wir Lösungen für die künftigen Überkapazitäten im Engineering brauchen. Insofern gab es auch eine gewisse Erleichterung, dass wir nun einen Plan präsentieren, der 2.000 Arbeitsplätze nachhaltig hier am Standort Rüsselsheim sichern könnte. Aber natürlich gibt es auch eine gewisse Unsicherheit. Das ist vollkommen verständlich, da viele wichtige Themen nun erst noch verhandelt werden müssen. Umso wichtiger ist es, dass wir direkt und offen mit unseren Mitarbeitern kommunizieren – sowohl persönlich in Team- und Führungskräftemeetings als auch online im Intranet.

 

Wie geht es nun weiter? Wann wechseln die Mitarbeiter zu Segula?

Einen genauen Zeitplan kann ich heute nicht nennen, da dieser vom Ausgang der weiteren Gespräche mit Segula und vor allem auch unseren Sozialpartnern abhängt. Klar ist aber, dass wir nun zügig die mögliche strategische Partnerschaft in die Umsetzung bringen wollen. Deshalb haben die Verhandlungen absolute Priorität.

 




 

« Für die gesamte Geschäftsführung ist es unabdingbar,
dass unser eigenes Entwicklungszentrum in
Rüsselsheim ein Kern von Opel bleibt. »

 


 

Gab es keine anderen Alternativen zu einer strategischen Partnerschaft? Es würde sicher vielen Mitarbeitern schwer fallen, von einem Hersteller zu einem Entwicklungsdienstleister zu wechseln.

Wir haben verschiedene Optionen sehr gründlich analysiert. Eine strategische Partnerschaft wäre die klar beste Lösung, um die hochqualifizierten Arbeitsplätze hier am Standort zu sichern. Das können wir zusammen mit Segula erreichen. Segula hat ambitionierte Wachstumspläne und ist auch in weiteren Branchen wie Energie und Luftfahrt aktiv. Die Rolle von Entwicklungsdienstleistern hat sich insgesamt in der Industrie gewandelt. Die Unternehmen übernehmen immer komplexere Aufgaben.

Ganz wichtig ist, dass die tarifliche vereinbarte Beschäftigungssicherung bis 2023 für alle Beschäftigten erhalten bliebe.

 

Wie gehen Sie mit den Vorwürfen um, dass die Entscheidung die Marke Opel aushöhle? Es gab vergangene Woche die Forderung, dass Opel keine verlängerte Werkbank werden dürfe und eine starke eigene Entwicklung brauche.

Eines möchte ich noch einmal betonen: Mit einer Partnerschaft wollen wir Überkapazitäten angehen, die aus dem Wegfall der Arbeitsaufträge von externen Unternehmen entstehen.

 

Und sollte es zu der Partnerschaft kommen, wären wir selbstverständlich auch weiterhin in der Lage, komplette Fahrzeuge und Antriebe zu entwickeln. Wir werden sehr genau darauf achten, dass die dafür notwendigen Kompetenzen auch langfristig bei uns im Entwicklungszentrum vorhanden sind. Für die gesamte Geschäftsführung – und auch das Management der Groupe PSA in Paris – ist es unabdingbar, dass unser eigenes Entwicklungszentrum in Rüsselsheim ein Kern von Opel bleibt. Hier werden die künftigen Opel-Modelle entwickelt, hier übernehmen wir ganz wichtige Aufgaben für die gesamte Groupe PSA, wie die globale Verantwortung für eine neue Motorenfamilie oder die gesamten leichten Nutzfahrzeuge.

 

Trotzdem ist anscheinend nicht jedem klar, wohin die Marke und das Unternehmen Opel sich entwickeln?

Mit PACE! haben wir einen klaren Fahrplan für unser Unternehmen. Wir werden profitabel, elektrisch und global. Eine weiter geschärfte Marke ist dafür ein wichtiger Treiber. Deshalb starten wir eine große Kampagne, um unsere geschärfte Markenpositionierung im Detail allen Kolleginnen und Kollegen vorzustellen. Und mit unserem neuen Konzeptfahrzeug GT X Experimental zeigen wir ganz deutlich, wie wir mit unseren Fahrzeugen unsere Markenwerte – deutsch, begeisternd, nahbar – abbilden werden.

 


 

September 2018

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Foto: Opel