Unverhofftes Wiedersehen


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Wandschmuck: Eugen Milch zeigt die Fotos, die seit 25 Jahren in seinem Büro hängen, und den Opel Olympia zeigen, den er damals auf der Insel Tinos entdeckt hat.


Olympia 1951

Baujahr: 1951–1953
Stückzahl: 84.282
Leistung: 29 kW / 39 PS
Leergewicht: 920 Kilo
Tankinhalt: 35 Liter
Verbrauch: 8,2 l/100 km (Normverbrauch)
Geschwindigkeit: bis zu 112 km/h
Grundpreise: 6150,– bis 6350,– DM

Wie klein die Opel-Welt doch ist: Eugen Milch, Meister der Instandhaltung im Rüsselsheimer K170, amüsierte sich köstlich, als er in der Opel Post den Beitrag über einen alten Opel Olympia sah, den Gerold und Kirsten Huber auf der griechischen Insel Tinos entdeckten. „Warum zeigt Ihr dieses schöne Auto nur als Wrack?“, fragte Milch bei der Opel Post nach. „Ich hab noch Bilder von ihm, als es noch top in Schuss war.“

Für einen Fischer im Einsatz

Auf die ungläubige Reaktion hin lud Eugen Milch die Opel Post ein, in seinem Büro vorbeizuschauen. Und tatsächlich: Da hängen Bilder von einem Opel Olympia ’51, den er vor rund 25 Jahren auf Tinos fotografiert hat. „Ich kann natürlich nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass es derselbe ist, den die beiden abgelichtet hatten“, erklärt Eugen Milch. „Aber ich war damals tagelang mit dem Motorrad auf Tinos unterwegs. Und ich bin während dieser Zeit nur einem einzigen Olympia begegnet.“ Auch vom prognostizierten Alter her, ist es laut Milch wahrscheinlich, dass der Wagen auf dem Erinnerungsfoto mit dem aktuell fotografierten Wrack identisch sei.

Der Opel-Klassiker war damals für einen Fischer im Einsatz gewesen. Er hatte einen Gepäckträger auf dem Dach, auf den der Mann Holzkisten mit seinem Fanggut hob. „Ich bin ihm jeden Tag im Hafen von Tinos begegnet“, erinnert sich Eugen Milch. Der Olympia hatte also noch gut zu tun – und damals immerhin schon mehr als drei Jahrzehnte auf dem Buckel.

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Damals und heute: 25 Jahre Sonne und Salzwasserluft haben mehr als nur Spuren hinterlassen.

 

Stand Oktober 2014