Im Reich der
Kissen und Klänge

Unsere Reporter
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Saskia Schmitter
Alter:
11 Jahre
Wohnort: Bauschheim
Lieblingsfach: Englisch, Latein
Wunschberuf: Profifußballerin beim 1. FFC Frankfurt oder etwas mit Tieren
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Dilem Yesil
Alter
: 10 Jahre
Wohnort: Bauschheim
Lieblingsfach: Mathe
Wunschberuf: Wirtschaftsingenieurin
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Jonas Wilke
Alter:
8 Jahre
Wohnort: Dotzheim
Lieblingsfach: Sport
Wunschberuf: Opelaner

Wir drei sollen heute eine Reportage machen. Was das ist, erklärt uns der Opel Post- Redakteur: ein Text, in dem man darüber berichtet, was man selbst beobachtet und erlebt hat. Dann sagt uns Andreas, so heißt der Redakteur von der Opel Post, wo wir für diese Reportage hinfahren sollen – ins Akustiklabor. „Die Reportage funktioniert am besten“, erklärt Andreas, „wenn ihr beschreibt, was ihr mit euren Sinnen aufgenommen habt, was ihr also seht, hört, berührt, riecht und vielleicht sogar schmeckt.“

EIN VIVARO BRINGT UNS REIN INS GESCHEHEN
Das klingt gut. Leider hat der Redakteur uns nicht gesagt, was ein Akustiklabor ist. Egal. Wir werden mit einem richtig großen Opel-Taxi hingebracht. Und sind total gespannt.

Ein Gebäude mit der Aufschrift P 25. Hier halten wir mit dem Vivaro an. Aussteigen und rein geht’s. An der Tür steht „Willkommen in der Welt der Klänge“. Andreas, der hinter uns rennt, meint: „Wie gesagt, wir sind jetzt im Akustiklabor.“

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Klangproben: Saskia (l.) und Dilem checken am Rechner, welche Motorgeräusche ihnen am meisten zusagen. Oliver Jung, Experte für Fahrzeugakustik, erklärt das Tool.

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Der erste Eindruck: Wow! Wir stehen mit anderen Kindern in einem Raum, der so groß wie die Turnhalle in der Schule ist. Krass sind die Wände und Decken. Sie sehen komisch aus, wie aus Tausenden von Sofakissen gemacht. Wir gehen auf sie zu und befühlen sie. „Das sind feuerfeste Schaumstoffkissen“, sagt ein Mann.

WÄNDE, DIE TÖNE AUFSAUGEN
Er hat ein Schild auf der Brust: „Oliver“. Oliver ist hier irgendwie der Chef. Er sagt: „An normalen Wänden würden die Töne abprallen und in die Mitte des Raums zurückkehren.“ Die Kissen dagegen saugen die Töne auf, erläutert Oliver. „Und weil das so ist, können wir hier sehr genaue Messungen durchführen.“

 

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Schreihälse: Die BlitzKids überzeugen beim Wettbewerb „Wer ist lauter?“ mit einer Einlage, die es auf 111,1 Dezibel bringt.

 

Testobjekt Zafira Tourer: Der Van steht, wobei die Reifen voll im Betrieb sind und sich auf Rollen bewegen – wie ein Staubsauger nimmt eine Anlage seine Abgase auf und befördert sie aus der Halle.

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AUTOS SIND UNTERWEGS, OHNE SICH ZU BEWEGEN
Die Halle nennt Oliver „den größten Prüfstand, den Opel hat“. In der Mitte steht ein Zafira Tourer. Der Motor ist an, aber der Zafira Tourer fährt nicht. Nur die Räder drehen sich, darunter sind Rollen, die sich auch drehen. „Bis zu 250 km/h, wenn’s sein muss“, erklärt Oliver. „Hier prüfen wir, wie ein Opel klingt, wenn er unterwegs ist.“

Dann machen wir einen Wettbewerb: „Wer ist lauter?“ Jeder darf in ein Mikro schreien. Ein Monitor zeigt die Lautstärke an, eine Zahl, hinter die das Wort „Dezibel“ kommt. Die Kinder geben alles, die Erwachsenen halten sich die Ohren zu. „70 Dezibel“, 92,7 und 98. Dann kommen wir als BlitzKids-Team und schreien zu dritt: 111,1 Dezibel. Wir gewinnen. Alle klatschen.

DER PERFEKTE KLANG: TIEF, RUHIG UND LEISE
Oliver zeigt auf dem Monitor einen Opel, der auf einer Straße fährt. „Es gibt bei Autos unschöne und angenehme Töne“, sagt er. „Die unschönen knattern oder sind laut. Die angenehmen sind meistens tief, ruhig und leise.“

Können wir das erkennen und unterscheiden? Das fragt Oliver. Und wir setzen uns an Tische, an denen Computer und Kopfhörer angeschlossen sind. Hier gibt’s ganz viele Töne von Autos, die losfahren und immer mehr Gas geben. Wir sollen uns die aussuchen, die uns am besten gefallen. Vielleicht ist es Zufall, aber am Ende haben wir alle fast immer die gleichen Töne ausgewählt.

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Theorie muss auch sein: Oliver Jung erklärt, wie Tonfrequenzen analysiert werden.

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WIE EIN ALTER OMA-FERNSEHER
Dann heißt es: Raus aus der Halle für Fahrzeugakustik, jetzt ist die Motorakustik dran. Wir betreten einen kleinen Raum. Da ist ein Ding aufgebaut, wie ein großer alter Oma-Fernseher, in Silber und in Grau, mit vielen Öffnungen und Rohren. Ein Kollege von Oliver, der Frank heißt, sagt: „Das ist ein Drei-Zylinder-Motor, er kommt zum Beispiel im ADAM und im Corsa zum Einsatz.“

Frank erzählt was von Rattergeräuschen, Vibrationen, Dämmungen und dem „Zusammenspiel mit dem Getriebe“. Dann macht er den Motor an, stellt sich an einen Regler und sagt: „Wir tun gerade so, als ob der Motor einen Berg hochfahren würde.“ Klingt irgendwie trotzdem leise, sagt jemand. Frank lacht und meint: „Genau so wollten wir es haben.“

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Traut ihren Augen kaum: Saskia ist jetzt ein „Fahrzeugakustik-Nachwuchsexperte“.

 

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INSIGNIA OPC UNLIMITED: „SETZT EUCH MAL REIN“
Nach dieser Show gehen wir raus und stehen vor einigen richtigen Opel-Autos. Oliver, Frank und andere Opelaner erklären uns, wo die Motoren eingebaut sind. Dass sie das Herz des Fahrzeugs sind und so weiter. Da ist auch ein roter Wagen. Den nennt der Frank „das Biest“. Er sagt: „Setzt euch mal rein und checkt, wie er sich anfühlt. Und jetzt solltet ihr das notieren: Insignia OPC Unlimited, Höchstgeschwindigkeit 278 km/h und 325 PS – ein Wahnsinnsauto, auf das wir alle stolz sind, auf die Geräusche, die er macht, sowieso.“ Frank drückt das Gaspedal kurz durch. Wir nicken und schreiben mit.

Am Ende gibt’s die Belohnung. Wir erhalten Urkunden, die uns als Nachwuchsexperten für Akustik bezeichnen. Und dazu gibt es das, was der Reportage bisher gefehlt hat – etwas, das schmeckt: ganz viele Gummibärchen. Jeder von uns schnappt sich einige kleine Packungen und wir machen uns auf den Weg zurück ins Adam Opel Haus.

 

Stand Oktober 2015