Autos, die es
eigentlich nicht gibt

 

Monza Concept – das Auto mit Flügeln

Den Monza Concept gibt es erst seit kurzer Zeit – und eigentlich auch nicht so richtig. Zumindest wird man ihm so niemals im Straßenverkehr begegnen. Zu sehen gab es dieses Unikat   – das ist etwas, das es nur einmal gibt – zum ersten Mal vor drei Jahren auf der IAA in Frankfurt (Main). Der Wagen sieht aus, als hätten Außerirdische ihn versehentlich auf der Erde stehen gelassen. Er wurde zwar nicht dafür gebaut, um damit zu fahren, aber abgefahren sieht er dennoch aus. Das findet jedenfalls Lea, die Chef-Fotografin unseres Teams, und macht jede Menge Fotos. So ungefähr 400.

Aber zunächst einmal zu den Fakten, die Bennet zusammengetragen hat: Der Monza Concept ist 4,69 Meter lang und wiegt etwa 1,5 Tonnen. Er sieht sehr futuristisch aus, „als käme er aus der Zukunft“. Bei der Entwicklung konnten sich die Ingenieure austoben und ganz neue Ideen ausprobieren: Zwei Jahre dauerte es, bis das Konzeptfahrzeug fertig war.

 

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Nur Fliegen ist schöner als das Fahren Im „Flügelauto“. Vorsicht ist allerdings beim Aussteigen geboten. Allzu große Menschen sollten den Kopf einziehen!

 

Die Flügeltüren sind der Hammer, sie gehen nach oben auf. Aber so weit nach oben auch wieder nicht: Acht von zehn Leuten, die im grauen Monza Concept probesitzen, stoßen sich beim Aussteigen den Kopf. Lisa hat es selbst ausprobiert und festgestellt: So schlimm ist das nicht, denn die Türen sind ein bisschen gepolstert. Das ist auch gut so, denn jede Tür wiegt mehrere hundert Kilogramm.

Im Auto ist es sehr gemütlich, es hat Ledersitze und viel viel Platz. Wirklich aufregend ist aber das Armaturenbrett, genauer gesagt: Anstelle eines normalen Armaturenbretts mit Instrumenten und Knöpfen gibt es hier nur einen großen Bildschirm mit vielen leuchtenden und blinkenden Lichtern, der sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht. Auf diesem Bildschirm können alle Funktionen, Instrumente und sogar die Klimaregelung eingeblendet werden.

 

Unsere Reporter
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Lea Bennett
9 Jahre

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Bennet Hoffmann
12 Jahre
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Lisa Horst
11 Jahre
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Rasant: Die Reporterin der Opel Post überprüft den Monza Concept auf Herz und Nieren.

Nur eins gefällt Lisa, Bennet und Lea (von links) am Monza Concept nicht: dass sie ihn nie fahren werden.

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„Eliza“ – ein schnelles, aber kurzes Vergnügen

Gegenüber vom Monza Concept steht ein weiteres Fahrzeug, das bei Liebhabern das Herz höher schlagen lässt, wenngleich aus völlig anderen Gründen: Es hört auf den Namen „Eliza“ und ist ein Rennauto. Die offizielle Bezeichnung lautet SPR12e, das „e“ am Ende steht für „Elektroauto“. Im Vergleich zum „Monster-Monza“ ist „Eliza“ geradezu niedlich und zierlich. Sie wurde 2012 von Studenten der Rhein-Main-Hochschule gebaut. Wie der Monza Concept ist auch „Eliza“ ein Unikat und zudem unverkäuflich. Sie hat nicht einmal eine eigene Marke oder einen Hersteller: Ganz viele verschiedene Firmen haben für den gelben Rennwagen Teile geliefert.

„Eliza“ ist weder bequem noch hat sie große Flügeltüren wie der Monza Concept. Dafür aber darf sie tatsächlich fahren! Zwar nicht im Straßenverkehr, aber bei Autorennen in der „Formula Student“. Dafür wurde sie gebaut. Unser Datenjäger Bennet hat ermittelt: „Eliza“ beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden, kann bis zu 140 km/h schnell fahren, aber dafür nur 27 Kilometer weit. Die normalen Rennen der „Formula Student“ dauern nicht länger als 25 bis 30 Minuten. Mehr ist nicht drin, danach kommt „Eliza“ wieder an die Leine, beziehungsweise zum Aufladen an die Steckdose. Das Ladekabel sollte man also immer dabei haben. Und wieder macht Lisa den „Ein- und Aussteigetest“. Fazit: Wenn man erst einmal sitzt, kommt man sehr schwer wieder aus „Eliza“ heraus – aber dafür stößt man sich nicht den Kopf.

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Ein professioneller Bericht will gut vorbereitet sein. Dazu gehört es, die richtigen Fragen zu stellen.

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Lea und „Eliza“ – ein gutes Team.

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Für Beifahrer bietet „Eliza“ keinen Platz – zumindest nicht während der Fahrt.

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In Deutschland finden die Rennen der „Formula Student“ am Hockenheimring statt. Für die Studenten ist „Eliza“ mehr als ein Auto: Es ist so etwas wie ihr Baby. Die Entwicklung hat neun Monate gedauert und etwa 500.000 Euro gekostet.

Wir sind uns am Ende nicht ganz einig, ob uns der Monza Concept besser gefällt oder „Eliza“. Sie sind einfach zu unterschiedlich. „Eliza“ könnte man fast wegrollen, so klein und leicht ist sie. Sie wiegt 280 Kilogramm – das ist ungefähr so viel wie eine Tür vom Monza Concept! Dafür ist der natürlich viel futuristischer und bequemer. Zum Glück müssen wir uns nicht entscheiden: Wir durften in beiden sitzen und uns vorstellen, wie es ist, sie zu fahren – dem Kindertag@Opel in Rüsselsheim sei Dank!

 

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