Xumm, xumm, xumm!

Wie viele Mitarbeiter des Rüsselsheimer ITEZ hat auch Markus Koretz Pionierarbeit geleistet. Der Styling-Experte hat zusammen mit den neuen Kollegen der Konzernmutter PSA die Crossover-Modelle Crossland X und Grandland X entwickelt. Sein Part: die Innenraumbeleuchtung der X-Modelle.

In seiner Freizeit hält der Engineering-Pionier in vierter Generation eine Familientradition hoch: Er wacht über sechs Bienenvölker. „Schon mein Urgroßvater hat Bienen gehalten“, erzählt der Ingenieur. „Und von meinem Opa habe ich als Kind alles über Bienen gelernt.“ Als der Lehrmeister später zu alt für sein Steckenpferd wurde, war der Enkel noch zu jung, um das Erbe anzutreten, außerdem waren erst einmal Abitur und Studium angesagt. „Das Interesse an Bienen habe ich aber nie verloren.“ Vor vier Jahren dann machte der Opel-Kollege einen „Schnupperkurs“ über moderne Imkerei und innerhalb kürzester Zeit erwachte der Ehrgeiz, das Wissen, das er sich über die Jahre erhalten hatte, wieder praktisch anzuwenden. Er trat dem Imkerverein Alzey bei und legte sich drei Bienenvölker zu. „Viel Platz braucht es nicht. Ein Garten von 300 bis 400 Quadratmeter reicht. Wichtig ist, dass die Bienen in der Nachbarschaft viel Natur vorfinden“, benennt er die Grundvoraussetzungen.

 

Faszination Bienen

Seither ist der Entwicklungsingenieur in seiner Freizeit im weißen Schutzanzug des Imkers unterwegs – inklusive charakteristischem Schleier-Hut. Wirklich zeitraubend sei sein Hobby nicht, erklärt der Imker. „Ich besuche die Bienen einmal die Woche für zwei Stunden. Nur wenn ich Honig schleudere, bin ich den ganzen Tag beschäftigt.“ Dies allerdings ist öfter der Fall, denn seine nunmehr sechs Völker erwirtschaften ansehnliche Erträge. Bis zu 40 Kilogramm Honig produziert ein Bienenstaat im Jahr.

Einmal die Woche besucht Markus Koretz seine Bienenvölker.

Auch am Arbeitsplatz des Styling-Ingenieurs ist die Familientradition präsent.


Bienen brauchen Natur, schätzen aber offensichtlich auch das neue Kompakt-SUV von Opel.


Das klassische Bienenhaus mit Stöcken ist überholt. Markus Koretz arbeitet mit so genannten Magazinen, die sich erweitern lassen.

Hohe Produktivität und Effizienz treffen auf eine Biene.

Die Welt der Immen – seine Bienen sind so genannte Bio-Buckfastbienen – ist für den Ingenieur faszinierend. „Neben Ameise und Mensch ist sie die einzige Art, die in einer großen sozialen Gemeinschaft leben kann. Jeder ist für den anderen da.“ Nicht zu unterschätzen sei der Aspekt des Umweltschutzes. Seitdem die Bienenvölker auf dem Grundstück in Framersheim eingezogen sind, „ist rund um unsere Nachbarschaft alles aufgeblüht.“

Das große Bienensterben, über das seit einiger Zeit berichtet wird, kann Koretz nicht bestätigen. Er ist sich aber durchaus bewusst, dass er, wie alle Imker, auf der Hut sein muss. „Die vielen Pestizide, die in der intensiven Landwirtschaft zum Einsatz kommen, setzen den Bienen zu.“ Großen Schaden richte auch die Varroa Milbe an.

Honig für die Kollegen

Er ist allerdings zuversichtlich, dass er auch künftig ordentliche Honigernten einfahren kann. Das Naturprodukt bietet der Ingenieur auf Weihnachtsmärkten oder auf der Rheinhessenbiene-Website an, zusammen mit aus Bienenwachs gegossenen Kerzen. Außerdem werden Familie, Freunde und Nachbarn versorgt. Natürlich kommen auch die Kollegen, die mit ihm die X-Modelle betreut haben, in den Genuss des rheinhessischen Naturhonigs. Maria El Asri beispielsweise, die als französische Muttersprachlerin eine besondere Rolle bei der Kommunikation mit den PSA-Kollegen spielte. „Die französischen Kollegen und wir sind inzwischen ein ziemlich gut eingespieltes Team“, sagt der Entwicklungsingenieur nach den beiden gemeinsamen Projekten. Die Zusammenarbeit sei darüber hinaus sehr angenehm: „Ich bin überzeugt, auf dieser Basis werden noch viele großartige Fahrzeuge entstehen.“ Beste Voraussetzungen also, dass noch viele Gläser des Naturhonigs auf dem kleinen Dienstweg zu den französischen Kollegen gelangen werden.

Stand Oktober 2017