„Autofahren ist ein Stück Freiheit“

Frau Cox, im September haben Sie an der Kronberg-Klassik teilgenommen. Wie hat Ihnen die Rallye gefallen?
Für mich war es die erste Rallye überhaupt und ich bin noch immer begeistert, mit wie viel Enthusiasmus und Liebe die Teilnehmer ihre Autos pflegen. Den Wettbewerb nehmen alle zwar sehr ernst, aber es ist trotzdem ein Spiel mit viel Freude. Das hat mir sehr gefallen. Bei der Rallye bin ich einen GT gefahren und habe festgestellt, dass sich ein Oldtimer ganz anders fährt als moderne Autos. Das Lenken beispielsweise fällt sehr schwer – vor allem beim langsamen Fahren. Privat fahre ich einen Opel Insignia Sports Tourer – da ist das natürlich um einiges einfacher. (lacht)

Sind Sie lieber Fahrerin oder Beifahrerin?
Ich sitze lieber am Steuer, weil mir das Autofahren generell viel Spaß macht und mit so einem besonderen Auto natürlich noch mehr.

Was mögen Sie am Opel GT?
Mir gefällt seine sportlich-schnittige Form, darüber hinaus sind die  Sitze sehr bequem. Ich habe das besondere Fahrgefühl während der Rallye sehr genossen.

Ist Ihr Fahrstil eher sportlich, also typisch deutsch, oder eher defensiv-englisch?
Ich fahre gerne sportlich, aber das ist im Straßenverkehr ja kaum möglich. In Österreich gibt es – wie auch in England – ein generelles Tempolimit.

 

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Emily Cox

Als Tochter einer Irin und eines Engländers wuchs Cox zweisprachig (Englisch und Deutsch) in Wien auf. Nach ihrem Abitur 2003 studierte sie Schauspiel am Wiener Max Reinhardt Seminar. 2008, noch während ihrer Ausbildung, feierte die heute 33-Jährige ihr Filmdebüt in Tobias Dörrs Kurzfilm „Verwehte“. Die Rolle des „Mädchens“ brachte ihr den Schauspielpreis des Internationalen Filmfestivals der Filmakademie Wien ein. Ihren internationalen Durchbruch hatte sie als Brida, eine der Hauptrollen in der BBC/Netflix-Serie „The Last Kingdom“.

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Probierte es mal mit Gemütlichkeit: Während Emily Cox den GT durch den Taunus lenkte, kam es nicht auf die Geschwindigkeit an – sondern auf eine gleichmäßige Fahrweise, Teamgeist und die einzigartige Atmosphäre.


Privat fahren Sie wie erwähnt einen Insignia Sports Tourer. Was schätzen Sie besonders an dem Opel-Flaggschiff?
Das Design des Insignia Sports Tourer finde ich wirklich schön und gelungen. Er sieht edel und sportlich zugleich aus. Und auf der Autobahn vermittelt er einen stabilen Eindruck, was sehr entspannend ist.Toll finde ich auch den automatischen Parkassistenten. Ich bin jedes Mal fasziniert, wie das Auto sich ganz von selbst in eine Parklücke bewegt.

Fahren Sie oft Auto?
Vor allem beruflich bin ich sehr viel unterwegs, meistens natürlich mit dem Insignia. Generell bedeutet Autofahren für mich ein Stück Freiheit, daher nutze ich das Auto auch privat ziemlich oft.

Je nach Quelle haben Sie britische oder österreichische Wurzeln. Was davon stimmt und was antworten Sie, wenn Sie gefragt werden wo Sie herkommen?
Meine Mutter ist Irin, mein Vater Engländer. Ich bin in Wien geboren und zweisprachig aufgewachsen, habe den britischen und seit Kurzem auch den irischen Pass.

In welcher Sprache träumen Sie?
Das kommt darauf an, mit wem ich in meinem Traum spreche – mit Engländern ist es englisch und mit Deutschen auf Deutsch.

 

„Das Design des Insignia Sports Tourer finde ich wirklich schön und gelungen.“


Startschuss am Taunus: Ausgangspunkt der Rallye war auch dieses Mal wieder Kronberg, wo der 400 Kilometer lange Wettbewerb startete.


 

„Meine Eltern sind und waren immer ein Vorbild für mich, da ich mit dem Wissen aufgewachsen bin, dass man seine Passion zum Beruf machen kann und Spaß haben soll mit der Arbeit.“

Sie stammen aus einer Künstlerfamilie. War Ihnen schon immer klar, dass Sie beruflich auch in diese Richtung gehen wollen?
Meine Eltern sind beide Pianisten, und ich bin total „frei“ aufgewachsen. Anders als manche meiner Kollegen hatte ich das Glück, nie irgendwen überzeugen zu müssen, dass man von einem künstlerischen Beruf auch leben kann. Im Gegenteil. Meine Eltern sind und waren immer ein Vorbild für mich, da ich mit dem Wissen aufgewachsen bin, dass man seine Passion zum Beruf machen kann und Spaß haben soll mit der Arbeit. Mein Vater hat oft zu mir gesagt, dass es ihm egal sei, was ich mache. Wichtig wäre ihm nur, dass ich etwas finde, das mich erfüllt, weil man so viele Stunden am Tag mit seiner Arbeit verbringt und das ohne Freude sonst vergeudete Zeit wäre.

Wie sind Sie dann zum Schauspiel gekommen?
Das Schauspielen hat mir am meisten Freude bereitet. Das habe ich schon als Siebenjährige bei einer Schulaufführung gemerkt. Also beschloss ich drei Monate nach dem Abitur die Aufnahmeprüfung am Max Reinhardt Seminar zu wagen – und war unglaublich glücklich, dass das gleich beim ersten Mal geklappt hat.

Und was wären Sie geworden, wenn es mit dem Schauspielen nicht geklappt hätte?
Das weiß ich nicht, über einen Plan B hatte ich jedenfalls nicht nachgedacht.

Die englische Tageszeitung „The Guardian“ hat geschrieben, dass Sie in der Serie „The Last Kingdom“ viele witzige Zitate haben. Können Sie ein Beispiel nennen?
Da gibt es tatsächlich viele witzige Sätze, die aber vor allem aus dem Kontext der Handlung heraus funktionieren. Deswegen auf Netflix gehen und „The Last Kingdom“ schauen. Es lohnt sich!


In Szene gesetzt: Spätsommerliches Wetter gab der zweitägigen Klassik Tour Kronberg 2018 einen perfekten Rahmen.


Wann werden Sie das nächste Mal online, auf der Leinwand oder im deutschen Fernsehen zu sehen sein?
Das vergangene Jahr war echt super, da ich für Kino, Fernsehen und auch Streaming-Anbieter viel gedreht habe und somit Teil sehr spannender, sehr unterschiedlicher Projekte sein durfte. Seit dem 25. Oktober läuft die Komödie „Wuff“ von Detlev Buck mit mir in einer Hauptrolle. Im Herbst beginnt die dritte Staffel von „The Last Kingdom“ auf Netflix, danach wird „Labaule und Erben“ in der ARD gesendet, eine tolle Mini-Serie mit Uwe Ochsenknecht in der Hauptrolle. Und Ende November startet der österreichische Kinofilm „Womit haben wir das verdient“.

Wie geht es 2019 weiter?
Nächstes Jahr kommt „Der Rebell“ ins Kino, das wird ein sehr schöner Arthouse-Film von einer grandiosen Regisseurin namens Randa Chahoud mit den tollen Kollegen Mehdi Meskar und Jonas Nay.  Dann kommt „Danowski“ im ZDF mit Milan Peschel und mir als Kommissare, darüber hinaus ein „Tatort Wien“, „Jerks“ von Christian Ulmen und dann last but not least das amerikanische Remake von „Head full of Honey“ von Til Schweiger mit Nick Nolte und Matt Dillon mit mir in einer kleinen Rolle. Es warten also viele spannende Produktionen, auf die ich mich schon sehr freue.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

 

„Das vergangene Jahr war echt super, da ich für Kino, Fernsehen und auch Streaminganbieter viel gedreht habe.“

 


November 2018

Interview: Andrew Marshall, Fotos: Opel