Tiefes Grollen eines Exoten

Der Sound des Admiral A V8


Europäisch geglättet Das Design des Admiral, Baujahr 1965, ist zwar durchaus amerikanisch beeinflusst, aber es besticht durch eine neue Sachlichkeit, keine Spur von Blechbarock und Ornamentik. Schließlich hatte ein Jahr zuvor das Opel-Design-Studio in Rüsselsheim als Erstes seiner Art in Europa eröffnet.

Nur 622 Exemplare wurden gebaut

 

Ein Admiral mit V8-Motor war es, den Kollege Jens Cooper aus dem Fundus der Classic Werkstatt auserwählt und gestartet hat. KAD – Kapitän, Admiral und Diplomat definierten in den 1960er- und 1970er-Jahren als „die großen Drei“ die automobile Oberklasse von Opel. Auch wenn der Admiral innerhalb der KAD-A-Reihe mit über 55.000 Exemplaren das meistverkaufte Modell war, lief die V8-Version mit dem 4,6 Liter großen, 190 PS starken Motor unter dem Exoten-Status. Lediglich 622 Exemplare wurden zwischen 1965 und 1968 gebaut. Das der Leistung angepasste Fahrwerk mit verstärkten Gelenkwellen, Achsen, Rädern, Reifen und Bremsen war im Preis von 15.950 Mark inbegriffen. Der Motor stammte aus den großen Chevrolet-Regalen. So aufgerüstet sprintete der Admiral in zehn Sekunden von 0 auf 100 km/h.

 

Zeitgeist der 60er-Jahre  Aschenbecher finden sich sowohl links als auch rechts in den Armauflagen der mit rotem Leder verkleideten Türen.

Null Seitenhalt Die roten Ledersitze versprühen den Charme eines Sofas. In flott gefahren Kurven kann man sich ja am großen Lenkrad festkrallen.

Ausblick Die Geschwindigkeitswalze verläuft waagerecht. Schönes Detail: Der Tacho wechselt mit zunehmender Geschwindigkeit seine Farbe. Bis 50 km/h ist sie grün, bis Tempo 100 orange und darüber leuchtet sie rot.


Stand Dezember 2017

Fotos: Alex Heimann