Welcher Opel steht hier Kopf?

Bei unserem diesjährigen Opel Post-Adventsquiz sind  Kenner gefragt, die die Dinge auch mal von der anderen Seite betrachten. In Teil 3 von unten zu sehen war: der Opel Ascona 400 (siehe Auflösung). Weiter geht es in der Renngeschichte mit Fahrzeug Nummer 4.

Zu gewinnen gibt es jede Woche eine exklusive Einladung in die Opel Classic Werkstatt. Dort wird derzeit ein neuer Bereich geschaffen, der sich ausschließlich der Renngeschichte der Marke widmet. Sobald er seine Pforten öffnet, gehören die Gewinner des Adventsquiz‘ zu den Ersten, die ihn erkunden dürfen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Viel Spaß beim Rätseln!

 

 

Welches Opel-Rennfahrzeug ist hier zu sehen?

Gleich geht’s los …


Auflösung


Teil 3:
Ascona 400

Sie ist ist eine der ältesten Rallyes der Welt – und die vielleicht anspruchsvollste. Auf den insgesamt 726 Kilometern über die engen Passstraßen Monte Carlos kann den Fahrern so ziemlich alles begegnen: Regen, Nebel, Schnee, Eis. Zum 50. Jubiläum der „Mutter aller Rallyes“ im Jahr 1982 bleiben die Fahrbahnen jedoch trocken. Das ist gut für Walter Röhrl und Christian Geistdörfer. Denn ihre härtesten Wettbewerber setzen bereits auf wetterfesten Allradantrieb, der 275 PS starke 2,4 Liter-Vierventiler ihres Ascona B 400 dagegen treibt lediglich die hintere Achse an. Auf trockenem Asphalt aber gelingt es dem Opel-Team, insbesondere die starken Audis in den insgesamt 34 Spezialprüfungen auf Distanz zu halten. Röhrl gewinnt die Rallye Monte Carlo damit zum zweiten Mal und sichert sich am Ende der Saison seinen zweiten Rallye-Weltmeistertitel nach 1980. Sein Ascona B 400 ist das letzte zweirädrig betriebene Auto, dem dieses Kunststück gelingt.


Teil 2:
Kadett GT/E

Mit dem Rallye Kadett der B-Generation hatte Opel ein Tor geöffnet, durch das tausende von Motorsportfreunden der Marke folgten. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an das C-Modell, das jedoch im Profisport mit immer stärker werdender Konkurrenz zu kämpfen hatte. Rallye-Freunde schätzen vor allem den Kadett GT/E. Dabei machte er in den harten internationalen Wettbewerben zu seinen aktiven Zeiten gar nicht mal eine so gute Figur – obwohl er über ein nach damaligen Maßstäben absoluten „Hightech“-Aggregat mit 245 PS verfügte. Nur ein absoluter Spitzenfahrer vermochte dem Sportcoupé  Topleistungen abzuverlangen: Walter Röhrl. Die Herausforderung lautete Monte Carlo.

Der Opel-Zweiliter folgte bei seinem ersten WM-Einsatz mühselig den Pedalbefehlen des bayerischen Lenkers. Röhrl verlangte 1976 dem Kadett GT/E alles. Auch er gab alles und erreichte das Ziel strafpunktfrei auf Platz 4 hinter drei übermächtigen Lancia Stratos, drei Spezialmodellen mit Ferrari-Power.

Teil 1: 12,3 Liter Rennwagen

Die Sternstunde des „Grünen Monsters“: Reicht eine Strecke von rund 200 Metern, um ein Auto für alle Zeiten unvergessen zu machen? O ja – in den 1920er-Jahren gab es automobile Geschwindigkeits-Wettbewerbe über eine Achtelmeile (201,17 Meter).

Zu den populärsten dieser Art zählte das Strandrennen auf der dänischen Insel Fanø, 50 Kilometer nördlich von Sylt. Respekt verschaffte sich da der Opel 12,3 Liter Rennwagen von 1914, den wegen seiner für einen Sportwagen gewaltigen Abmessungen alle nur das „Grüne Monster“ nannten. Die „12,3 Liter“ beziehen sich tatsächlich auf den Hubraum des Motors.

 

1924 startete der Opel in Fanø mit der Rennfahrerlegende Carl Jörns am Steuer. Der mobilisiert die 260 PS des Monsters in Sekundenschnelle, dreht die Tachonadel auf bis dato unvorstellbare 228 km/h – und überbietet seinen eigenen Geschwindigkeits-Weltrekord von 194 km/h, den er zwei Jahre zuvor an gleicher Stelle mit dem gleichen Wagen aufgestellt hatte. Später gab der als „tollkühn“ bekannte Carl Jörns zu, das Gaspedal nicht einmal voll durchgetreten zu haben: „Ich hab mich einfach nicht getraut.“


Dezember 2019