First-hand information: Engineers Ursula Becherer (standing) and Julisa Le demonstrate the illuminated Opel lettering on the rear of the new Grandland, which they helped develop.

Klischee ade!

Rechts über den Grünstreifen, links haarscharf an der Leitplanke vorbei – Lenas Fahrt über die nächtliche Landstraße ist wild. Den Hinweis, langsamer zu fahren, beantwortet sie mit einem Tritt aufs Gaspedal. „Egal, das macht Spaß!“ Julisa Le beobachtet die Szene am Fahrsimulator des Lichtlabors mit einem Lächeln. Die Ingenieurin hat die Rückleuchten des neuen Grandland mitentwickelt und arbeitet jetzt an Lichttechnologien der Zukunft. Nur knapp zehn Prozent der Kollegen im Licht-Team sind Frauen. Genau deshalb sind die Schülerinnen heute hier – um sie für technische Berufe zu begeistern, in denen Frauen noch immer unterrepräsentiert sind.

Vielfalt und Gleichberechtigung stärken

„Wir wollen mit unserem Engagement Vielfalt und Gleichberechtigung stärken – und Euch neue Chancen eröffnen“, begrüßt Florian Huettl die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Morgen am Opel-Stammsitz. Erstmals dabei: eine Gruppe von Schülern. Denn technische Berufe sind nicht nur etwas für junge Frauen – soziale Berufe sind auch was für Jungs. Deshalb lädt Opel in diesem Jahr beide Geschlechter zum „Girls’ and Boys’ Day“ ein, um untypische Berufsfelder zu entdecken.

„Wir wollen mit unserem Engagement Vielfalt und Gleichberechtigung stärken – und Euch neue Chancen eröffnen.“

– Opel CEO Florian Huettl –

Opel CEO Florian Huettl begrüßt die jungen Gäste persönlich zum „Girls’ and Boys’ Day“.
Das Foyer im Adam Opel Haus ist fest in der Hand von Schülerinnen und Schüler.
Zehn Workshops stehen zur Wahl, die 180 Plätze sind heiß begehrt.
Saskia Harms von der Berufsausbildung freut sich über das große Interesse.
Von wegen Girls‘ Day: Erstmals sind auch Jungs beim Aktionstag dabei.

Lichttechnologie erkunden? Im Infotainment-Labor tüfteln? Den Werksärztlichen Dienst kennenlernen? Oder einen Tag als Werkfeuerwehrfrau erleben? Am liebsten alles! Der Aktionstag ist heiß begehrt: „Die 180 Plätze waren schnell vergriffen“, sagt Saskia Harms, verantwortlich für Opel-Berufsausbildung und Diversity & Integration in Deutschland. Seit 2001 gibt es den „Girls‘ Day“ – heute ist er das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen ab der 5. Klasse weltweit. Opel ist seit der ersten Stunde dabei.

Ein Tag voller Möglichkeiten

„Das Event lebt vom großartigen Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen“, betont Saskia Harms. Neun Workshops für Mädchen, einer für Jungs – besonders das Frauennetzwerk „Women of Stellantis“ unterstützt den Tag. Mit Warm-up-Spielen heißen sie die jungen Besucher im Auditorium willkommen. Wer erkennt den Grandland oder den Frontera ohne Opel-Blitz an der Front? Das Publikum erweist sich als erstaunlich Opel-affin – obwohl nur knapp die Hälfte ein Familienmitglied im Unternehmen hat.

„Das Event lebt vom großartigen Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen.“

– Saskia Harms, Berufsausbildung und Diversity & Integration –

Mädchen erkunden das Lichtlabor: Hier entstehen Lichtinnovationen wie das Intelli-Lux HD Licht.
Die Ingenieurin Julisa Le gehört zum Advanced-Team und entwickelt die Lichttechnologien der Zukunft.
Ursula Becherer erläutert die Funktionsweise des Goniometers, das die Verteilung der Lichtstärke misst.
Einblicke ins ansonsten abgeschirmte Bereiche: In dem Labor werden Infotainment-Systeme getestet.
Die Stifte oben simulieren Finger: Die aufwendigen Tests werden auch remote aus Indien oder den USA durchgeführt.

Zum Ausbildungsbeginn am 1. September 2025 sind noch Plätze frei. Alle Informationen zu den vielfältigen Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten bei und mit Opel sowie zur Online-Bewerbung gibt es hier.

Ob „Automobilproduktion hautnah erleben“, „Lasst die Roboter für Euch arbeiten“ oder „Ein Auto programmieren und fernsteuern“ – die Workshops rund um Digitalisierung und Elektrifizierung im Automobilbau sind äußerst beliebt. Dabei erhalten die Teilnehmerinnen Einblicke, um die sie viele beneiden: Im sonst abgeschirmten Entwicklungszentrum beobachten die Mädchen Hexapod-Roboter, wie sie mit drei Stiften – sie simulieren Zeige-, Ring- und Mittelfinger – Infotainment-Bildschirme testen.

„Vor einem Jahr ist das Infotainment-Testlabor in dieser Form in Rüsselsheim eingezogen“, sagt Michael Mausbach, zuständig für Simulation und Testanwendungen. Es dient als Blaupause für ähnliche Labore weltweit. Die Steuergeräte werden remote aus Indien oder den USA bedient, dutzende Racks sind in der Halle verteilt, randvoll gefüllt mit Hightech, bunten Kabeln, leuchtenden Dioden und angeschlossenen Rechnern. Hier simulieren Modelle reale Bedingungen, testen Software, prüfen die Belastbarkeit und bereiten Over-the-Air-Updates vor.

Rettungssanitäterin Lena Kahl demonstriert, wie man eine Herzmassage durchführt.
Wie gut kann ich sehen? Marion Jantschek bittet die Jungs zum Sehtest.
Währenddessen testet eine zweite Gruppe bei Katja Quabeck das Gehör.
Der Werksärztliche Dienst hat erstmals zum Boys‘ Day eingeladen“.
Beim Landolt-Sehtest muss man erkennen, wo am Ring sich die Öffnung befindet.

Jungs sind voll bei der Sache

Währenddessen ist beim Werksärztlichen Dienst Feingefühl gefragt. In einem Gebäude mitten auf dem Werksgelände versammeln sich die Jungs um eine Liege. Darauf liegt eine Trainingspuppe für Herz-Lungen-Wiederbelebung. Notfallsanitäterin Lena Kahl zeigt, wie man ein Leben rettet. Die Teilnehmer sind beeindruckt – auch von der Verantwortung und den Fähigkeiten eines Krankenpflegers. Im ersten Stock erklären Marion Jantschek und Katja Quabeck, wie Seh- und Hörtests funktionieren. Die beiden Krankenschwestern loben die Teilnehmer: wissbegierig, neugierig, voll bei der Sache.

Der Tag zeigt: Technik ist auch etwas für Mädchen – und soziale Berufe sind auch etwas für Jungs.


Tamaras Tag in Bildern

Schülerpraktikantin Tamara (links) hat für die Opel Post den Tag mit der Smartphone-Kamera begleitet.
Große Bühne für junge Talente: 180 Schülerinnen und Schüler sind im Adam Opel Haus zu Gast.
Ramona Syska, Nina Thiele und Helen Walter (von links) vom Frauennetzwerk haben ein Warm-up-Spiel vorbereitet.
Voll besetztes Auditorium: Wer erkennt den Frontera? Das Publikum erweist sich beim Quiz als äußerst Opel-affin.
Was passiert im Infotainment-Labor? Michael Mausbach gibt Einblicke in die Arbeit der Hexapod-Roboter.
Das bekommt nicht jede zu sehen: Normalerweise ist das Entwicklungszentrum streng abgeschirmt.

Gruppenfoto mit Grandland, Rocks und Mokka: Opel engagiert sich seit Jahren beim bundesweiten Aktionstag – dieses Jahr sind erstmals Jungs dabei.

April 2025

Fotos: Tamara Hamprecht, Andreas Liebschner