Autos arbeiten
jetzt in Teil-Zeit

 


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„Teilzeit“ heißt nicht mehr nur in Teilen zu arbeiten, „Teil-Zeit“ beschreibt eine neue Kultur des Konsumierens. Leihen statt kaufen, nutzen statt besitzen: Vom mobilen Internet befeuert, teilen immer mehr Menschen Dinge des tagtäglichen Lebens – ob Wohnungen, Essen oder Geld. Opel-Marketingchefin Tina Müller hat diesen Trend erkannt. CarUnity ist ihr „Herzensprojekt“, wie sie beim offiziellen Start der privaten Carsharing-App am 24. Juni unter großem Medieninteresse verriet. Der Kern der in einer Art Start-up entwickelten Anwendung: „CarBieter“ in ganz Deutschland können mit ihrem Auto Geld verdienen, „CarMieter“ preiswert ein Auto in ihrer Nähe nutzen. Wie das im Detail funktioniert, das erklärt Dr. Jan Wergin, Direktor Opel Community Carsharing, der Opel Post im Interview.

 

Herr Wergin, andere Automobilhersteller haben in Großstädten eigene Mietflotten aufgebaut. Opel geht nun den Weg des privaten Carsharings. Warum?
Eine Mietflotte zu stellen, ist zu kurz gegriffen. Schauen Sie sich um: Genügend Autos gibt es, und die Infrastruktur ist begrenzt. Uns geht es darum, eine Plattform zu schaffen, die hilft, die vorhandenen Fahrzeuge effektiver zu nutzen. Statistisch gesehen, steht jedes Auto in Deutschland 23 Stunden des Tages herum. Da setzen wir an.

 

Opel heißt dabei Besitzer aller Automarken willkommen. Was steckt hinter dieser Idee?
Wir sehen uns als Mobilitätsdienstleister. Da ist es nur konsequent, das neue Angebot für alle Automarken zu öffnen. Zumal die Bindung an eine Automarke bei jüngeren Menschen ohnehin nicht mehr so stark ausgeprägt ist.

 

CarUnity ist am 24. Juni gestartet. Bis wann rechnen Sie, dass das Konzept richtig Fahrt aufnimmt?
Hier im Rhein-Main-Gebiet sind bereits 500 Fahrzeuge registriert. Es kann also bereits losgehen. Zum Start war es natürlich hilfreich, dass uns unser Mobilitätspartner Opel Rent in Zusammenarbeit mit den Opel-Markenhändlern mit schönen Opel-Neuwagen unterstützt hat. Unser Konzept hat einen Riesenvorteil: Wir müssen das Netzwerk nicht wie bei einer klassischen Mietflotte nach und nach aufbauen. Die App steht nun bundesweit allen Nutzern zur Verfügung. Ob in der Stadt oder auf dem Land – die Carsharing-Gemeinde kann überall beginnen zu wachsen.

 

Das Verhältnis zum Auto ist ein besonderes. Nicht jedem fällt es leicht, sein „Heilig‘s Blechle“ zu verleihen.
Das ist ja ganz klar. Hier kommt das Stichwort Social Carsharing ins Spiel. Wie wäre es damit: Man kann das Auto statt an Wildfremde an Menschen verleihen, die man kennt, denen man vertraut. Zum Beispiel Facebook-Freunde oder Nachbarn. Ein bemerkenswertes Detail dazu: Wir haben natürlich auch Umfragen speziell zu diesem Thema gemacht. Ein Ergebnis: Männer haben weniger Probleme damit, ihre Wohnung an Fremde zu vermieten als ihr Auto. Für Frauen gilt genau das Gegenteil.

 


DER STARTSCHUSS


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Unter großem Medieninteresse präsentieren Tina Müller (links) und Kampagnenbotschafterin Bettina Zimmermann die neue CarUnity-App.

 

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Auch der Kuchen wird geteilt: CarUnity-Chef Jan Wergin, Opel CMO Tina Müller und Bettina Zimmermann im Adam Opel Haus.

 

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„Wenn ich das kann, dann kann es jeder“, lautete das Fazit von Schauspielerin Bettina Zimmermann nach einem Test der App.

 

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Tina Müller: „Das private Autoteilen passt zur Marke, schließlich ist Nahbarkeit einer unserer Markenwerte.“

 


ZUR PERSON
Dr. Jan Wergin (47) kam vor einem Jahr als CarUnity-Verantwortlicher zu Opel. In einem Art Start up-Unternehmen wurde die App unter seiner Verantwortung in Berlin entwickelt. Der promovierte Philosoph arbeitete zuvor unter anderem in leitenden Positionen bei ImmobilienScout 24, Bigpoint, Vodafone, Microsoft, Lycos und StudiVZ.

 

Wie wird CarUnity beworben?
Seit dem Start laufen beispielsweise Radiospots. Darin beschweren sich Zweitwagen, dass sie nur herumstehen, obwohl sie doch Geld verdienen könnten – fantastisch! Wir machen außerdem Plakatwerbung an prominenten Verkehrsknotenpunkten wie Hauptbahnhöfen. Und wir gehen bewusst dorthin, wo wir junge Menschen erreichen – auf den Campus und in die sozialen Medien.

 

Wie profitiert Opel von dem Carsharing-Angebot?
Unter dem Motto „Wer teilt, fährt besser“ bringen wir mit CarUnity nicht nur eine Innovation auf den Markt. Wir übernehmen damit auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Es ist ein weiterer Schritt für Opel vom Autohersteller hin zum Mobilitätsdienstleister. Und eines darf man nicht vergessen: Das Auto zu teilen, macht Spaß. Man lernt neue Menschen kennen, knüpft Kontakte. Ich freue mich schon auf die erste CarUnity-Verlobung.

 

Haben Sie Ihr Auto bei CarUnity eingestellt?
Natürlich, meinen Cascada gibt es ab 50 Euro am Tag. Diejenigen Kollegen, die bereits in der Testphase ihr Fahrzeug eingestellt haben, kamen in den Genuss, mit Opel-Klassikern und Vorstandskollegen eine Runde zu drehen. Das zeigt, welche Möglichkeiten CarUnity eröffnet: Mit einem Opel Kapitän am Wochenende aufs Land? Oder doch lieber einen Vivaro für den Umzug? Und das alles unkompliziert so wie man es braucht – und günstiger als beim Autoverleiher.

 

FLINC DABEI
Auch die Zusammenarbeit mit dem Opel Mitfahr-Netzwerk flinc wird vertieft. Ab 2016 wird flinc für CarUnity die technologische Plattform stellen, um auch Ride-Sharing über die neue Carsharing-App zu ermöglichen. Erst vor wenigen Monaten gestartet, sind die flinc-Nutzerzahlen sprunghaft gestiegen. 630 Nutzer sind dort aktiv, allein im Juni wurden fast 3.000 Fahrten angeboten beziehungsweise gesucht.

 

 


DIE WICHTIGSTEN FAKTEN ZU CARUNITY


1

nicht nur für die opel-gang

Mitmachen darf jeder. Man muss volljährig sein, ein Mobiltelefon, einen gültigen Führerschein und natürlich ein verkehrstüchtiges Auto besitzen – welcher Marke, ist egal.


2

als vermieter einsteigen

Um sich anzumelden, die App (iOS oder Android) herunterladen und ein Profil anlegen. Dazu benötigt man Fahrzeugschein,  Kilometerstand und ein digitales Foto des Autos.


3

der erste kontakt

Möchte jemand das Auto mieten, wird man per App, Mail oder SMS benachrichtigt. Ist man sich einig, überweist der Mieter per Überweisung, Paypal oder Kreditkarte.


4

sicher ist sicher

In dem Moment, in dem das Auto übergeben wird, ist es durch die R+V Allgemeine Versicherung (Haft-
pflicht, Teil- / Vollkasko, Schutzbrief)
für den gebuchten Zeitraum  versichert.


5

der schlüsselmoment

Mieter und Vermieter treffen sich, um Schlüssel und Fahrzeugschein zu übergeben. Dabei füllen sie ein digitales Übergabeprotokoll (Kilometerstand, Stand der Tankfüllung) aus.


6

das haben wir uns verdient

Für wie viel man sein Auto anbietet, steht jedem frei. Wenige Tage nach dem Ende der Vermietung überweist CarUnity das Geld an den Vermieter.


7

der schlüsselmoment reloaded

Nach der vereinbarten Zeit kommt es zum erneuten Treffen: Im digitalen Protokoll werden Übergabezeit, Tankstand und die gefahrenen Kilometern notiert.


8

im mietspiegel

Möchte man ein Auto leihen, muss man einen gültigen Führerschein besitzen. Strafzettel zahlt immer derjenige, der gefahren ist. Der Mieter tankt den verfahrenen Sprit nach.


9

fragen über fragen

Muss ich die Einnahmen versteuern? Was geschieht im Schadensfalls? Was kostet die Versicherung für einen Zusatzfahrer? Antworten auf viele weitere Fragen gibt es hier.


 

Fotos: Andreas Liebschner/Asterion

 Stand Juni 2015