„Rundum alltagstauglich“

Herr Leibold, die Qualität von Elektrofahrzeugen wird wesentlich an der Reichweite und an der Ladegeschwindigkeit gemessen. Ist der Corsa-e in diesen Kategorien ein alltagtaugliches Fahrzeug?
Leibold: Ganz klar: ja. Der Corsa-e bietet eine Reichweite von 330 Kilometern nach WLTP. Im normalen Alltagsbetrieb wird das Nachladen also gar kein Thema sein. Lediglich bei Langstreckenfahrten wie der jährlichen Urlaubsreise muss ich zwischendurch Strom tanken.

 

Wobei Autofahrer natürlich keinerlei Einschränkungen wollen …
Richtig. Dafür müssen wir Lösungen bieten. Für das erwähnte Nachladen unterwegs muss es besonders schnell gehen, für das Laden zu Hause oder in der Stadt beim Einkaufen sind Flexibilität und Variabilität wichtig, um das Fahrzeug möglichst überall anschließen zu können.

 

Maßgeschneiderte Ladeoptionen: Die Opel-Wallbox ermöglicht das Laden zu Hause.

„Bei 330 Kilometern Reichweite wird das Nachladen im normalen Alltag gar kein Thema sein.“

Stecker statt Zapfhahn: Das Laden von E-Autos zu Hause ist nur eine Option von mehreren.

Egal ob Kabellösung für die Haushaltssteckdose, Wallbox oder High-Speed-Charging – Opel hat seine E-Flotte auf alle Ladeoptionen vorbereitet.

Verantwortlich: Elektroingenieur Frank Leibold hat die Entwicklung der Ladeoptionen vom ersten Tag an begleitet.

„Bei den Ladeoptionen haben wir dem Corsa-e alles mitgegeben, was er braucht, um rundum alltagstauglich zu sein.“

Im Corsa-e werden unterschiedliche Fahr-Modi angeboten. Ist das nicht auch eine Art Einschränkung?
Aus meiner Sicht ist es eher das Gegenteil. Es bietet zusätzliche Möglichkeiten. Wer es betont dynamisch mag, nimmt den Sport-Modus und weiß, dass das zu Lasten der Reichweite geht. Wer dagegen ohnehin im Berufsverkehr mitschwimmt, kann mit dem Eco-Modus die Reichweite ohne nennenswerten Komfort-Verlust steigern. Hier spielt Rekuperation eine große Rolle: Der Corsa-e gewinnt im Schiebebetrieb und beim Bremsen einen Teil der Energie zurück.

 

Welche Form der „Strom-Betankung“ wird sich durchsetzen?
Das kann man so pauschal – denke ich – nicht sagen. In der Praxis werden unterschiedliche Modelle ihren Platz finden – wie Schnellladestationen entlang der Autobahnen und Wechselstrom-Ladepunkte auf dem Parkplatz von Supermärkten, an denen auch die Qualität des Onboard-Chargers über die Ladegeschwindigkeit entscheidet. Bei allen, die zu Hause „tanken“, wird sich das Verhalten ändern, weil es diese Möglichkeit ja bei einem Verbrenner gar nicht gibt.

Die wenigsten Autofahrer warten, bis die Batteriekapazität fast erschöpft ist, sondern werden ganz bequem immer wieder nachfüllen, wenn sie irgendwo parken. Es hängt also vom jeweiligen Kunden und seinen Fahrgewohnheiten ab, welche Ladeoption am besten zum ihm passt. Wichtig ist, dass das Auto diese Optionen auch unterstützt. So wie beim Corsa-e.

 

 

Und was ist mit Autofahrern, die auch regelmäßig im Ausland unterwegs sind?
Für sie ist maximale Flexibilität super wichtig, um sich zur Not auch an unterschiedliche Haushaltssteckdosen anschließen zu können. Hier bieten wir mit unserem „Universal-Ladegerät“ eine ausgezeichnete Lösung. Für mich ist es das „Schweizer Taschenmesser“ unter den Ladegeräten. Mit unterschiedlichen Adaptern ist man für die Strom-Infrastruktur in verschiedensten Ländern gewappnet.

Bei den Ladeoptionen haben wir dem Corsa-e also alles mitgegeben, was er braucht, um rundum alltagstauglich zu sein.

Formschön: Die Opel-Wallbox kann sich sehen lassen.


Juli 2019

Text: Christian Oestreich, Fotos: Katrin Denkewitz