Zeit fürs Wesentliche

Ob PS, Ausstellungsfläche oder gezeigte Modelle – der Opel-Stand bei der 68. Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt ist kein Ort der Superlative. Das möchte er auch gar nicht sein. Am besten trifft es der Ausspruch „Manchmal ist weniger einfach mehr“, den CEO Michael Lohscheller mit Blick auf die ausgestellten Modelle sagt. Die Zahl ist mit zwölf Fahrzeugen zwar geringer als zuletzt, dafür ist deren Innovationskraft jeweils umso größer. Geprägt hatte den „Weniger ist mehr“-Gedanken schon Ludwig Mies van der Rohe, Architekt und Vertreter des Bauhaus-Stils – jener Kunst- und Architekturform, der der Opel-Stand gewidmet ist. Hier zehn Eindrücke aus dem „OPELHAUS 120“:

Standesgemäß

 

Die Bauhaus-Idee wurde vor 100 Jahren das erste Mal gedacht und übt bis heute weltweit eine ungebrochene Faszination aus – auch weil die einflussreiche Stilepoche durch und durch fortschrittsoptimistisch war. Und weil die diesjährige IAA für den Rüsselsheimer Hersteller ein neues Kapitel markiert, ist auch der Stand in Halle 11 nicht irgendeiner. Er trägt den Namen „OPELHAUS 120“ und ist eine Reminiszenz an den klaren Bauhaus-Stil, der das übergreifende Motto „Opel goes electric!“ verkörpert. Opel präsentiert sich als traditionsbewusste deutsche Marke, die stolz ist auf „120 Jahre Automobilbau“. Als eine Marke, die Effizienz, ein starkes Design und die E-Mobilität zelebriert – und allen zugänglich macht.

 

↑ Der Corsa-e Rally auf der Rampe bildet zusammen mit dem Corsa-e und dem Elektro-GT den sogenannten „e-Path“. Auch Nachhaltigkeit gehört zum Standkonzept: Die einzelnen Teile des Baukastensystems werden bei künftigen Events wiederverwendet.

«Ich möchte den Besuchern vermitteln, dass wir mit dem Corsa-e ein Auto entwickelt haben, das sie wie gewohnt nutzen können.»

 

Der Normalo

 

„Normal“ ist das Wort, das Frank Jordan häufig benutzt, wenn er mit den Journalisten und Fachbesuchern auf der IAA über den Corsa-e spricht. „Der Opel-Stromer sieht aus wie ein normales Auto, fährt sich wie ein normales Auto“, so der Director Advanced Engineering. Warum ihm das wichtig ist? „Ich möchte den Besuchern vermitteln, dass wir ein E-Auto entwickelt haben, das sie wie gewohnt nutzen können.“ Dazu müsse man kein Elektriker sein, nicht verstehen, was Rekuperation ist, was sie bewirkt. „Man kann einfach einsteigen und den Fahrspaß genießen.“ Auch beim Corsa-Konfigurator ist „konventionell“ oder „elektrisch“ nicht die große erste Grundsatzfrage:„Erst entscheidet man sich für eine Ausstattungslinie und dann erst für die Antriebsart.“ Nicht zuletzt werde der Corsa-e auf der gleichen Linie zusammen mit Benzinern und Diesel-Aggregaten gefertigt – ganz „normal“ eben.

↑ Formschön und technisch durchdacht: Der Corsa-e steht im „OPELHAUS 120“ im Mittelpunkt des Interesses.

Keine ruhige Minute

 

Viermal so viele Menschen schauen sich lieber ein Video über eine Sache an als über sie einen Text zu lesen? Okay, okay – für all diejenigen, die es lieber bewegt mögen, hier die IAA-Highlights 2019 vom „OPELHAUS 120“ als eine in elektronischer Form kodierte optische 60-sekündige Sequenz aus wechselnden Einzelbildern mit Tonspur:

 

↑ Video: Best of „Opel auf der IAA 2019“

 

Ehrliche Effizienz

 

Weniger Gewicht, weniger PS, weniger CO2-Ausstoss: Opel zeigt mit dem neuen Astra, wie effizient Modelle mit Verbrennungsmotoren sein können. „Fahrspaß und Vernunft – es geht beides“, sagt Matthias Alt, Chefingenieur für Benzinmotoren. Im Fahrzeugschein des neuen Astra steht in fünf von sieben Leistungsstufen ein CO2-Wert von 99 Gramm pro Kilometer. „Dafür haben die Ingenieure unter anderem jedes einzelne Motorenteil angefasst“, so Alt. Die Dreizylinder-Triebwerke sind allesamt aus Aluminium und um bis zu 100 Schrauben leichter. Eine Jalousie im Kühlergrill schließt, wenn der Motor weniger Kühlung braucht – das optimiert die Aerodynamik. Alle Aggregate erfüllen die ab 2021 vorgesehene Norm Euro 6d schon jetzt. Matthias Alt: „Der Neue ist der effizienteste Astra aller Zeiten.“

↑ Innere Werte: Bis zu 21 Prozent weniger CO2-Ausstoß haben die Ingenieure im Vergleich zum Vorgänger für den neuen Astra herausgearbeitet. Die neue Generation von Dreizylinder-Motoren wurde in Rüsselsheim entwickelt.

Laden läuft

 

Nicht nur im „OPELHAUS 120“ stehen jede Menge Weltpremieren bereit, auch der dazugehörige Opel-Shop hat zur IAA Neues im Programm. Der Corsa-e und der Corsa-e Rally fahren auch hier elektrisch als RC-Modelle im Maßstab 1:10 vor. Wir haben bei Racers Paradise nachgefragt. „Die Rallye-Version ist eine Einzelanfertigung, aber der Corsa-e ist ab November bestellbar“, sagt Inhaber Markus Knott. Also rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Apropos Fest der Liebe: Im Opel Laden ist uns noch ein schöne Geschenkidee ins Auge gestochen – die Plätzchen-Ausstecher mit Corsa-Silhouette. Wer jetzt noch nicht backen mag, kann den Corsa-e als Postkarte verschicken oder als Modell im Maßstab 1:43 mit nach Hause nehmen. Auch Klassiker wie GT, Manta A und Kadett GT/E gibt es als Postkarte oder als puristisches, modernes Poster. Den Shop finden Sie, wenn Sie nach der Menschentraube links hinter dem Corsa GT Ausschau halten.

 

↑ Das RC-Modell des Corsa-e ist ab November bestellbar, die Rallye-Version ist leider nur eine Einzelanfertigung (Foto oben). Besonders schick: Die Vintage-Shirts und -Pullover aus dem Opel-Shop im angesagten Look der 90er-Jahre (Foto rechts).

«Technik, Preis und Reichweite des Corsa-e haben mich überzeugt – außerdem ist er mega-schön.»

Neuer Maßstab

 

Gleich vier Mal hat sich Dominik Homberg den Corsa-e zugelegt. In allen vier bislang verfügbaren Farben, im Maßstab 1:43. Mit einem breiten Grinsen verlässt er den Opel-Laden im „OPELHAUS 120“. „Die stelle ich bei mir zu Hause in die Vitrine, fein säuberlich aneinandergereiht.“ Doch das ist nur der Anfang. Denn dass sich der 23-Jährige den neuen Opel-Stromer auch im Maßstab 1:1 zulegt, ist bereits beschlossene Sache. „Das Power-Orange ist genau meine Farbe“, strahlt der Opel-Fan, der Mitglied der „Blitz Crew Koblenz“ und bislang mit einem Astra GTC unterwegs ist. „Technik, Preis und Reichweite des Corsa-e haben mich überzeugt – außerdem ist er mega-schön.“

↑ Alles dreht sich um die Elektromobilität: Der neue Corsa-e, der Corsa-e Rally und der Elektro-GT von 1971 (von links) stehen im Mittelpunkt des Opel-Stands.  

Corsa setzt Akzente

 

Die Außenspiegel ziehen im eleganten Karbon-Look die Blicke auf sich, die Grillspange hält in Rot dagegen, während die Clips an den Felgen ein unbeirrbares „Muss-ich-haben“ hervorrufen. Der neue Corsa weiß, wie man Akzente setzt. „Was Opel-Fans bereits am ADAM schätzen gelernt haben, ist künftig auch mit dem neuen Corsa möglich“, sagt Produktmanager Andrew Higgins. Der Kleinwagen tritt die Nachfolge als neuer Opel-Individualisierungschampion an. Ab Dezember sind beim Opel-Händler nicht nur Accessories für das Exterior erhältlich, sondern auch für das Innenleben. Higgings: „Ob Farbspangen für das Armaturenbrett oder ein individueller Schaltknauf – jeder kann sich seinen Corsa nach eigenem Gusto zusammenstellen.“ #DeinCorsa eben.

↑ Von Außenspiegel bis zum Schaltknauf: Der neue Corsa bietet zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten.  

«Der Corsa ist neuer Individualisierungschampion.»

Influencer folgen Corsa-e

 

Neben zahlreichen Medienvertretern haben auch sechs Models den Opel-Stand besucht – die Influencer hatten im Enthüllungsvideo des Corsa-e mitgewirkt. Daraufhin haben die Opel-Verantwortlichen SophieMartaMarisaTeresaNick und Daniel als kleines Dankeschön ins „OPELHAUS 120“ eingeladen. Und die wollten sich die Weltpremiere des Stromers natürlich nicht entgehen lassen und posierten für viele schöne Aufnahmen. Weitere Impressionen sind auf dem Instagram-Kanal von Opel zu finden.

↑ Zu Gast am Opel-Stand und Teil des am 4. Juni veröffentlichten Corsa-e-Clips: Daniel (Foto oben links), Nick und Sophie (Foto links) sowie Teresa.

Lösungen aus einer Hand

 

Schon klar: Eine Autobatterie will bisweilen nachgeladen werden. Dafür braucht es stets die richtigen Kabel, gegebenenfalls auch eine eigene Wallbox. Anschlüsse und Ladegeschwindigkeiten variieren jedoch nicht nur in der EU, sondern auch innerhalb der einzelnen Länder. Marketing-Manager Frank Leibold erklärt den IAA-Besuchern, was der Einsteiger wissen muss – und dass man bei Opel auf Lösungen aus einer Hand setzen sollte. „Alle unsere Stecker und Adapter harmonieren mit dem Fahrzeug und miteinander – und wenn etwas nicht funktioniert, muss man sich an nur einen Ansprechpartner wenden.“ Nur bei Opel gibt’s zudem einen „Universal Charger“, für Leibold das „Schweizer Taschenmesser“ unter den Ladegeräten. Das Universal-Ladekabel passt immer und überall.

↑ Formschön: Die Opel-Wallbox fürs Laden zu Hause kann sich sehen lassen.

 

«Mit unserem Universal Charger ist man für alle Eventualitäten gerüstet.»

„Hau den Lukas“ 2.0

 

Im „OPELHAUS 120“ ist „Jump-E“ angesagt. Und dafür braucht es nicht einmal einen Hammer. Die Kraft kommt aus dem eigenen Körpergewicht. Dieses soll möglichst wuchtig auf einer kleinen Plattform platziert werden, sodass es nicht nur ein akustisches Signal auslöst, sondern auch ein großes „E“ wie „Electric“ zum Leuchten bringt.

↑ Elektrisierende Herausforderung: Beim „Jump-E“ muss das „E“ zum Leuchten gebracht werden.


September 2019

Fotos: Andreas Liebschner, Axel Wierdemann, Michael Krosny, Christoph Adam